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Wir bauen eine Avro Lancaster.
Auch unser Modellflugplatz ist gesperrt und wir müssen leider Zuhause bleiben. Damit keine Langeweile aufkommt, hat mir Michael einen Baukasten einer Lancaster zur Verfügung gestellt. Diesen Bausatz hat er mal in England gekauft und gute 10 Jahre bei sich eingelagert. Das es mir nicht langweilig wird, hat er mir diesen Bausatz zur Verfügung gestellt. Dabei sind schon 4 komplette Antriebe. An dieser Stelle erst mal ein ganz großes Dankeschöne an unseren Micha.
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26.03.2020 - Somit habe ich im Wintergarten kuerzerhand ein Tapeziertisch aufgestellt und die benötigten Utensilien zusammen gesucht. Und schon kann es losgehen. Eine Kiste voll Holz wartet darauf zusammen gebaut zu werden. Die Stege an den gelaserten Rippen werden durchtrennt, leicht mit Schmirgel verputzt, auf den Bauplan gelegt und gleich beschriftet. Nach dem ersten Abend ist dies erledigt. Nach Studieren der Baubeschreibung samt Bauplan muss ich wohl eine Hellinge für den Flügelbau herstellen. Ebenso messe ich die Steckung aus und bestelle die gleich bei Petrausch.
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29.03.2020 - oftmals habe ich mich gefragt warum unser Michael immer mal wieder flucht, wenn er einen englischen Baukasten zusammmen setzt. Seit heute weiß ích warum. Gar manches Teil muss nachgearbeitet werden, da es nicht passt. Laut angelsächsischer Baubescheibung werden die einzelnen Teile vom Flügel einzeln aufgebaut. Dann werden die Tragflügel erst zusammengeklebt. Ich stelle mir erst eine Hellinge her, damit ich den Flügel in einem Stück aufbauen kann. Damit ich verstehe, wíe das mit den Motorgondeln funktioniert, trenne ich die Einzelteile hierfür aus dem Sperrhozbrett heraus, feile auch diese nach und verputze dann. Dachdem die Nummerrierung angebracht ist, setzte die Gondeln zusammen. Erst jetzt ist mir klar, warum die 2 Rippen der äußeren Gondeln schräg sind. Alle 4 Gondeln sollen ja senkrecht stehen. Bis das Gerippe vom ersten FLügel zusammen ist vergeht doch ein ganzer Nachmittag. Dabei rieselt leicht der Regen auf das Dach vom Wintergarten.
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05.04.2020 - gemeinsames Modellfliegen ist momentan Tabu.  So geht der Bau der Lancaster zügig voran. Die letzten Tage wurde die untere Beplankung aufgezogen und schon mal die Motorgondeln eingepasst. Heute ist die obere Beplankung an der Reihe. Dazu wird der Flügel auf die Helinge aufgespannt, dann die oberre Beplankung mir Weißleim und vielen Stecknadeln in Position gebracht. Im nächsten Schritt werden die Halterungen für Querruder und Landeklappen eingebaut. Da mir das passende Sperrholz fehlt, muss ich dies erst besorgen. Wir sind ja nicht in Zeitdruck. Dann geht es eben erst Morgen wieder weiter.
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06. bis 18.04.2020 - nun ist es mal wieder an der Zeit über den Stand der Lancaster zu berichten. Der kleine Flieger bereitet doch einiges an Arbeit. Doch während der Flugabstinenz ist das die richtige Therapie. Bevor die Oberseite der Tragfläche komplett beplankt werden kann, werden Halterungen für die Rudermaschinen samt Deckel hergestellt. Dann kann die Oberseite vom Tragflügel komplett beplankt werden. Hier verwende ich für die Beplankungsstöße Uhu-hart, für den Rest Weißleim. Mit vielen Stecknadeln wird die Beplankung gesichert, bis der Kleber durchgehärtet ist. Während der Trockenzeit können schon mal die Querruder gebaut werden. Nach dem Verschleifen vom Flügel können die Randbögen angeleimt werden. Diese werden aus zwie 12mm leichten Balsabretter verleimt. Nach dem Verrunden der Randbögen können schon mal die 4 Gondeln ausgerichtet und gleich eingeleimt werden.

Für das Einziehfahrwerk werden seitlich Verstärkungen aus 8mm Pappelsperrholz vorbereitet und eingeklebt werden. Darauf kommt dann einen Aufläge aus 3mm Buchensperrholz. Das sollte dann halten und schon kann die Mechanik mal probesitzten. Um die seitlichen Beplankungen aus 3mm Balsa aufzubringen ist etwas Einfallsreichtum notwendig. Die Teile müssen unter kräfiger Spannung verklabt werden. Nach einigen Klimmzügen ist dies jedoch auch geschafft. Die Beplankungen sind dran und es können die Bodenplatten aufgeklebt werden.

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19.04.2020 - die Deckel für die oberen Rundungen können eingepasst werden. Dazu werden diese wieder genässt. Eingeklebt wird seitliche wieder mit Uhu-hart. Auf die Spanten kommt der bewährte Weißleim. Kaum sind die Motorgondeln in Form geschliffen, mach ich mir schon mal Gedanken, wie die Motoren am Spant ihren Platz finden und die Motorhauben befestigt werden. All diese Kleinigkeiten werden din der Baubeschreibung und im Plan verschwiegen. Hier kommt die Erfahrung von vielen Jahren Modellbau und einiges an Einfallsreichtum wieder zugute. Gegen Feierabend ist mir dann klar, wie ich das lösen kann. Mehr darüber später.
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21.05.2020 - die Flügel sind nun soweit bespannfertig. Die ezfw wind eingebaut und die Antriebe sind drin. Das Rumpfende ist fertig und die Rumpfnase wurde nach Bauplan gebaut. Der Aufwand ist nicht ganz ohne. Aber der Flieger soll dem Original ja etwas ähnlich sehen. Die Bombenschächte nehmen einige Abende in Anspruch. Über diesen werden die Akkus bestückt und man kommt gut an die Fernsteuerung ran. Funktionsfähig werde ich diese wahrscheinlich nicht gestalten und es wird eine einfache Verriegelung montiert.
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28.05.2020 - momentan ist immer tolles Flugwetter. So steht der Modellbau etwas hinten an. Heute geht es aber wieder weiter mit dem Höhenleitwerk. Dieses ist gegen Feierabend auch rohbaufertig.
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