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16.03.2020 - Heute erhielten wir von der Hausherrenschule nachfolgende Nachrift.

Sehr geehrte Herren der Modellbaugruppe Radolfzell,

wir möchten Ihnen mitteilen, dass unser Schulgebäude vom  17.03.2020 bis einschließlich 19.04.2020  geschlossen ist.

Die Räume können in dieser Zeit nicht genutzt werden!

Wir bitten Sie aufgrund der momentanen Lage um Ihr Verständnis.

Vielen Dank und freundliche Grüße

03.02.2020 - Simon ist zwar noch am Bau seiner Schleppmaschine, hat sich doch schon wieder einen Frässatz von der Flugwerft Brendel zugelegt. Dieses mal is es eine Klemm 25 mit über 3 Meter Spannweite. Kaum ist der erste Abend herum ist der Rumpf schon zusammen geklebt. Einen 1:1 Bauplan gibt es nicht. Da alle Teile zusammengestekct werden können ist das auch nicht notwenig. Die Konstuktion ist sehr leicht und winidg. Die Bügelfolie wird das Modell schon zusammen halten. Schauen wir Simon einfach immer rmal wieder über die Schulter. Der macht das schon.

Ich hole heute die angefangene Foka hervor und lege diese auf den Bautisch. Der Segler soll dieses Saison in die Luft. Heute widme ich mich dem Kabinenrahmen und der Haube.

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07.02.2020 - wir begrüßen ein neues Gesicht in unseren Bauräumen. Gerd hat sich über den Winter eine CNC-Fräse gebaut und gleich einen CNC-Frässatz erstellt. Dazu hat er den Bauplan vom Multiplex - Oldtimer Buffalo digitalisiert und für das Fräsen aufbereitet. Heute baut er seinen ersten Flieger als Holzmodell. Dabei sind ihm die Kollegen behilflich. Der Rumpf soll ja schließlich auch gerade werden.

Joachim hat es fast geschafft. Sein neuer Segler ist toll geworden. Momentan ist das Modell komplett weiß. Doch das wird sich noch ändern. An der Unterseite hat wer schon einige farbige Rechtecke aus Plotterfolie aufgeklebt. So ist dann das Modell besser am Himmel zu erkennen.

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12.02.2020 - es geht voran! Zwischenzeitlich wurden die Tragflügel an den Rumpf angepasst und die Messingrohre in den Rumpf eingeklebt. Heute werden die Klappen am Flügel aufgezeichnet und ausgeschnitten
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13.02.2020 - heute melden sich 2 Kollegen aus den heimischen Bauräumen. Stefan hat sich den CNC-Satz der Orlik II von den Old Gliders zugelegt. Eine Kiste voll Holzteilen gilt es zusammen zu fügen, so dass ein 5 Meter großer Segler entsteht. Die ersten Tage bringt er nur mit dem Suchen der Einzelteile zu. Mittlerweile hat er schon den Rumpf beisammen und ist mit dem Beplanken schon recht weit. Natürlich kommt in diese Orchide eine Schleppkupplung in die Nase. Der neue Schlepper ist bereits gebaut und warten schon auf diesen Brocken.

Unser Harald begibt sich wieder in die Retro - Szene. Er baut gerade eine Electra nach dem Bauplan von Herr Biesterfeld. Dieses Modell wurde in den Anfängen von Graupner vertrieben. Stilgerecht will er einen Dieselmotor verbauen. Harlad hat mir schon viele Bilder geschickt und wird mir noch eine Baubericht liefern. Solch ein tolles Projekt muss einen eigenen Baubericht bekommen. Ichr könnt also schon gespannt sein.

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 14.02.2020 - und weiter geht es mit dem Bau der Foka. Da ich das mit den spaltfreien Ruder nun schon einige Male gemacht habe, geht dies recht flott von der Hand. An den Tragflügel werden wieder Hohlkehlen angeschliffen. Dann an der Kreissäge die Ruder um ca. 3-4mm gekürzt und Leisten zugesägt aus 8mm Balsa. An den Leisten wird dann mittig eine 3mm breite Nut eingesägt. Die Bowedenzüge werden mit Schmirgel angerauht, dann mit Uhu-plus eingestrichen und in die Nut geklebt. Mit Weißleim werden dann die vorbereiteten Leisten an die Ruder geklebt und mit Klebeband gesichert. Dabei sollte sich das Rohr mittig vom Ruder befinden und das Ruder gerade sein. Mit der Bowedenzuglitze wird kontolliert, ob diese schön läuft. Nun kann alles trocknen.
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19.02.2020 - draußen ist der Hemdglonkerumzug. Drinnen ist ist es schön warm. Joachim stellt seinen neuen Segler fertig. Dieser kann die nächsten Tage in die Luft.

Ich schlage heute die Klappen an die Flügel der Foka an. Wie schon oft in meinen Berichten beschrieben werden kleine Halterungen aus 3mm Birkensperrholz vorbereitet, dann die Ausschnitte auf der Kreissäge gesägt, die Halterungen zusammen mit dem inneren Bowdenzug montiert und mit dem Lötkolben die Aussparungen in das Styropor gebrannt. Nachdem alles schön passt und die Zulagen gerichtet sind, wird eingedicktes Harz in eine Spritze gefüllt und etwas davon in die Aussparungen im Flügel gefüllt. Dann kann alles zusammengesteckt werden. Mit den Zulagen wird dann alles schön in Stellung gespannt und kann so trocknen. Ich bin schon auf Freitag gespannt, ob alles geklappt hat.

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24.02.2020 - der Segler von Joachim ist fertig und wurde mit nach Hause genommen. Und schon wieder hat er einen neuen Flieger mit dabei. Es ist eine kleine Corsair in GFK-Bauweise. Heute wird der Flitschenhaken eingebaut.Damit wird dann der Flieger mit dem Gummi gestartet und danach der Motro eingeschaltet. Das ist, für solch kleine Flieger, eine sichere Methode, um das Modell in die Luft zu bringen.

Auch Simon ist heute wieder in den Bauräumen. Erst werden heute die gelben Säcke gefüllt. Dann baut er an der zweiten Tragfläche den Klemm weiter. Mit der Steckung scheint es Probleme zu geben. Da ist wohl bei der Modellwerft Brendel etwas schief gelaufen.

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09.03.2020 - die Kleinarbeiten nehmen doch noch richtig Zeit in Anspruch. Aber es geht der Zielgeraden entgegen. Die Kabinenhaube ist aufgezogen und der Pilot hat darin Platz genommen. Die Ruermaschinen im Tragflügel wurden schon mal eingebaut. Die Tragflügel und das Höhenleitwerk ist somit fertig zum Bespannen. 10 Meter Oracover  der Farbe orange sind bestellt. Das Seitenruder wurde mit weißer Folie bebügelt. Heute wird schon mal die Akkuhalterung vorbereitet und das Servobrett gerichtet. Mit dem 4S-Lipo scheint der Schwerpunkt doch schon recht gut hinzukommen. Am Mittwoch geht es weiter mit dem Einbau der Bowdenzüge für Höhen uns Seitenruder.

26.02.2020 - mit der Foka geht es zügig voran. Die Ruder sind spaltfrei angechlagen, die Randbögen sind dran, wurden schon verschliffen. Die Aussparungen für die Rudermaschinen sind gefräst. Aus Gründen der Festigkeit sind diese rund. Das Höhenruder ist beplankt und die Nasenleiste wurde heute angeklebt. Am Freitag geht es weiter mit dem Einbau vom Höhenleitwerk und dem Einbau der Rudermaschinen im Flügel.

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27.03.2020 - in unserer WhatsApp - Modellbaugruppe geht es rund. Damit ihr auch ein bisschen darüber informiert seid, stellen wir immer wieder die Bilder auf unserer HP ein und schreiben etwas dazu. Nachdem unsere Bauräume gschlossen sind, versucht sich unser Gerd mit dem Bau seiner MPX Buffalo in den heimischen Hallen. Immer wieder klären wir Zwischenfrage über unsere Gruppe.  Auch ist Gerd sehr kreativ, was die Servohalterung angehet. Diese erstelle er auf dem 3D-Drucker Die Rudermaschinen sind in der Höhe versetzt, damit die Ruderanlenkungen Platz haben.
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Auch die Motorhalterung wird im 3D-Druck erstellt. Ja, unser Gerd macht das doch recht perfekt.
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29.03.2020 - der Rohbau der Buffalo nimmt so langsam Formen an. Dieses Wochenende bugelt Gerd sein erstes Seitenruder mit Oracover und es steht die Beplankung der Tragfläche an. Auch das bekommt er ganz gut hin. Sicher, mit Hilfe aus den Bauräumen wäre alles leichter. Aber durch die mometane Situation müssen wir nun einfach durch.
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An oberster Stelle stehen die neuesten Beiträge.

20.03.2020 - Liebe Vereinsmitglieder,

aufgrund der aktuellsten behördlichen Anordnungen zur Coronavirus-Pandemie sieht sich die Vorstandschaft der

Modellbaugruppe Radolfzell e.V. aus rechtlichen Gründen und natürlich aus Verantwortung gegenüber Ihren Mitgliedern

und dem gesamten Verein nun leider gezwungen, unseren Modellflugplatz in Stahringen zu schließen.

Das Verbot, dort Modellflugsport zu betreiben gilt bis auf Widerruf, wir richten uns hier nach den Maßgaben der

zuständigen städtischen und Landesbehörden.

14.03.2020 - schönes Wetter und Micha startet den erneuten Versuch mit seiner Stuka. Anfangs gibt es Probleme mit der Zündung. Laut Beschreibung stellt diese nach 30 Sekunden aus Sicherheitsgründen ab. Mit dem Neustart der Zündung springt der Motor dann sofort an. Dieses Mal läuft der Motor erst mal eine Tankfüllung durch. Nachdem der Motor sauber läuft geht es ab in die Luft. Und da gibt der Flieger ein tolles Bild ab. Bei der Landung zeigt das schlecht gedämpfte Fahrwerk dann seine Wirkung. Der Flieger sprint und überschlägt sich danach. Der Prop ist hin und das Seitenleitwerk ist beschädigt.
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08.02.2020 - die ersten Sonnentrahlen locken unsere Kollegen auf den Modellflugplatz. Alle Parkplätze sind ab 15:00 bereits belegt und viele Modelle stehen im Vorbetreitungsraum. Kein Wunder. Nach den langen Wintertagen macht das Modellfliegen wieder besonderen Spaß. Die Kollegen, welche nicht gerade fliegen sitzen auf dem Bänkchen und lassen sich die Sonne ins Gesicht scheinen. Fachgespräche über die neuen Modelle sind angesagt. Und die Sonne meint es heute besonders gut und zaubert uns eine Röte ins Gesicht. Vom Heli bis zum Turbinenflieger sind heute alle Klassen vertreten und kein Bruch ist zu verzeichen. Alle Kollegen sind also nach den langen Wintertagen noch in Übung. Neue Modelle, welche über den Winter gebaut wurden sind noch nicht dabei. Für diese warten wir noch auf die schöneren Tage.
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Rückblick auf das vergangene Jahr.
Wie jedes Jahr wurden wieder die Bäume geschnitten und kräftig Brennholz gesägt und gespaltet. Peter hat 2 Gitterboxen organisiert. Nun findet das Brennholz in diesen Platz und somit wurde auch gleich um die Hütte herum aufgeräumt, Einiges Ungetier hatte sich hinter der Holzbeuge schon wieder breit gemacht.

Die Flugsaison startete mit dem Beginn meiner Rente. So konnte ich, in meiner Freizeit ganz unserem tollen Hobby widmen. Gar manchen Nachmittag war Nala und ich auf unserem schönen Modellflugplatz. Auf der Bank sitzend, den Blick auf unseren Hausberg gerichtet wurde zusammen mit den Kollegen gesegelt.

Erstmals und nach mehreren Anläufen waren wir bei den Kollegen in Sipplingen und hatten einen tollen Tag mit super Flugwetter. Leider waren gerade mal eine Handvoll Kollegen von unserem Verein anwesend. Ein Gegenbesuch wurde beschlossen. Wegen schlechtem Wetter viel auch dieser ins Wasser.

Die über den Winter gebauten Modelle wurden eingeflogen. Dazu wurde für den Verein ein Startwagen beschafft. Dieser ist in der Hütte gelagert und kann rege benutzt werden.

Ein großer Zugewinn für den Verein war die neue Schleppmaschine. Elektrisch angetrieben mit 8S wurde so mancher Segler auf Höhe gebracht. So haben wir uns über WhatsApp immer wieder bei schönem Wetter verabredet und geschleppt. Und schönes Wetter hatten wir ja üppig. Für die Kollegen, bei welchen es noch am Mut fehlte, wurde der Segler mittels Huckepack auf Höhe gebracht. So konnte mancher Kollege für den Seglerschlepp gewonnen werden. Und es werden diese Saison immer mehr.

Um Neulinge für das Schleppen zu begeistern, habe ich einige Segler mit Fernsteuerung bestückt. Mit den gestellten Fernsteuerungen und Modellen haben einige Kollegen den ersten Seglerschlepp selbst ausgeführt. Gar mancher hat nun einen eigenen Segler mit Schleppkupplung.

Nachdem das Schleppen auf unserem Platz großes Interesse gefunden hat, werden wir die Vereinsschleppmaschine dieses Jahr wieder aktivieren. Gespräche mit einem Kollegen wurden schon geführt. Dann sind mehrere Schleppmaschinen am Platz und ich komme mit meinem Segler auch mal in die Luft.

Ein tolles Event war der Besuch auf der Hahnweide. Dort konnten wir die manntragende Fraktion aus den vergangenen Tagen bestaunen. Die Kollegen, welche am Samstag anwesend waren konnten das komplette Programm bestaunen. Leider gab es am Sonntag einen kleinen Flugunfall und das Programm wurde abgebrochen. Diese Kollegen hatten leider etwas Pech.

Erstmals haben wir 2019 einen Spaßwettbewerb auf unserem Modellflugplatz durchgeführt. Viele Beteiligte und lachende Gesichter waren zu sehen. Mit dem Erlös aus dem Getränkeverkauf wurden Grillgut und Getränke gekauft. Seit langer Zeit gab es auch mal wieder Preise zu gewinnen. Leon, unser Jüngster hat dabei wieder kräftig abgeräumt. Dieses Jahr werden wir dies wiederholen.

Eine sehr gute Lösung für den Verein sind die zu leistenden Arbeitsstunden. Viele Arbeitspunkte wurden so erledigt und über 50 Stunden wurden geleistet. Diese hat, in den vergangenen Jahren, unser Peter mit erledigt. Wenn Peter am Platz gearbeitet hat, waren immer einige Helfer dabei und gingen ihm zur Hand. Unter fachkundiger Anleitung habe so einige von uns das fachgerechte Schneiden von Bäumen erlernt. Beim wöchentlichen Rasenmähen war er nicht mehr alleine. Ein Kollege war zumindest noch anwesend. Man weiß ja nie, was passieren kann.

So hoffen wir auch diese Flugsaison wieder auf viel tolles Wetter, einen unfallfreien Flugbettrieb und wünschen allen aktiven Kollegen Holm und Rippenbruch.

GPS Sportklasse Wettbewerb am 25.08.2018 auf unserem Fluplätzle.

Vergangenes Wochenende fand der erste GPS Sportklasse Wettbewerb am Bodensee auf dem Gelände meines Heimatvereins, der MBG Radolfzell, statt. Nach vier Monaten perfektem Sommer versprach das Wetter pünktlich zum Termin aber Regen, Wind und Wolken. Da wir Modellflieger aber auch Optimisten sind fanden sich dennoch 13 Piloten aus Deutschland, Schweiz und mit der weitesten Anreise aus Tschechien ein.

Das Wetter versprach für den Vormittag fliegbare Bedingungen, sodass wir uns gleich ans Werk machten und hintereinander 3 komplette Durchgänge fliegen konnten.

Erstaunlicherweise ist die Luft sehr gut, dass trotz geschlossener Wolken und 30km/h Wind gleich 3-10 Runden geflogen werden konnten. Philip Kolb markiert gleich zu Beginn sein Können und bucht den Rundensieg auf sich.

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Die zweite Runde direkt im Anschluss liess bis zu 6 Dreiecken zu unter leicht schwächeren Bedingungen.

Es war volle Konzentration nötig, sowohl für die Piloten, als auch für deren Teampartner bei der Navigation. Das Gelände der MBG Radolfzell ist im GPS Triangle Zirkus mit Abstand das engste aller Austragungsorte. Der Platz ist eingebettet zwischen Hügeln und umgeben von Maisfeldern und bietet bei schönem Wetter viele Ablösepunkte für Thermik und Hangaufwind. Spannend vor allem für die Piloten ist der erste Wendepunkt, der in ca. 80m Höhe über einem Wald liegt, sodass taktisch gut überlegt sein will, die letzte Runde noch in Angriff zu nehmen, oder lieber etwas schneller und dafür ein Dreieck weniger zu fliegen. Der dritte Wendepunkt liegt vor einem kleinen Südhang in unmittelbarer Nähe der Strafzone, die unter 60m nicht durchflogen werden durfte. So war der Korridor recht eng und man musste sehr genau auf’s Navi schauen, bzw. der Navigator.

So wurden im Speeddurchgang etwas geringere Geschwindigkeiten verbucht, als es sonst auf freien Plätzen möglich ist, was Andreas Kunz mit 118km/h am Besten gelang.

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Geflogen wurde mit DNA, Calvados und Vortex und trotz teilweise sehr windiger Bedingungen und nur einer Landerichtung gab es keinen einzigen Schaden. Dies ist sicherlich auch der vereinfachten Landewertung und der Local Rule zu verdanken, dass im Falle einer Überkreuzung oder zu viel Rückenwind der Motor wieder gestartet werden durfte auf Ansage des Landerichters. Dies trug entscheidend zur Sicherheit bei und entspannt alle Teilnehmenden.
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Leider versprach das Niederschlagsradar für den Nachmittag nur noch geringe Chancen auf Flugwetter, sodass wir nach einem tollen Mittagsessen mit Grilladen, Kartoffelsalat und Kuchen den Wettbewerb beendet haben um die Teilnehmer mit weiter Anreise noch einigermassen zeitig heimkommen zu lassen.

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Das Treppchen teilen sich Philip Kolb auf dem 1. Platz, Josef Mögn auf dem 2. Platz und Andreas Kunz auf dem 3. Platz. Herzlichen Glückwunsch!

Es war ein toller Wettbewerb, laut Aussage vieler Piloten auf einem äusserst spannendem und interessantem Gelände und wir hatten viel Spass. Ein grosser Dank geht auch an die MBG Radolfzell und deren Helfer, die für einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben und mit toller Verpflegung die nötige Stärkung zur Verfügung gestellt haben. Erfreulicherweise habe sich auch einige Besucher eingefunden, die gespannt dem Wettbewerb zugeschaut haben. Gerne sind wir nächstes Jahr wieder am Start, diesmal mit besserem Wetter!

Benjamin Dähn

Ein Dankeschön an Benjamin für den tollen Bericht.

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Seglerschlepp bei uns im Verein.

Jedes Jahr führen wir in unserem Verein einen Segelflugwettbewerb durch. Eine Disziplin ist der Start mit der Winde. Der 2. Durchgang wurde mit Elektrosegler geflogen. 3 Minuten Segelflug mit anschließender Punktlandung waren gefordert. Unter den Kollegen wurden so die ersten 3 Gewinner erflogen. Für den Segelflug mit der Winde fanden sich die letzten Jahre kaum noch Teilnehmer. Beim Elektroflug hatten wir im letzten Jahr gerade mal die Kollegen für die Preise zusammen. Das gab also auch kein Sinn mehr.

Einige Jahre haben wir eine Vereinsschleppmaschine. Diese ist motorisiert mit einem Benziner. Aufgrund der Größe ist der Transport recht umständlich. Damit dies funktioniert muss immer eine Person dafür verantwortlich sein. Außerdem ist es meist nicht so einfach den Motor zu starten. Zudem fehlen uns hierzu die Seglerpiloten, welche sich einen Schlepp trauen.

Es ist also nicht einfach, unsere Kollegen für den Seglerschlepp zu begeistern. Jedoch möchten wir mir der nachfolgenden Überlegung doch nochmals ein Versuch starten.

Vor vielen Jahren hatten wir im Verein immer einige Big Lift mit Huckepackgestell. Dort konnte man den Segler darauf spannen und brachte diesen auf Höhe. Nebenbei wurden mit diesen Big Lift auch noch geschleppt. Was früher ging sollte heute doch auch noch klappen! So haben wir uns überlegt, uns einen Elektroschlepper zuzulegen und diesen auch mit einem Huckepackgestelle zu versehen. Dieser hat dann auch eine Schleppkupplung für die ganz mutigen Kollegen unter uns.

Auf Youtube sind einige Filme vom Joker XL mit Seglerschlepp zu sehen. Mit 6S wird ein Alpina mit 4,4 Meter auf Höhe gebracht. Dieses Modell sollte also unser Schlepper werden. Wir wollen nun nachfolgend über den Bau  und Flug mit diesem Modell berichten.

Über das Internet bestellt, lag nach kurzer Zeit das ARF-Modell auf dem Bautisch und wurde ausgepackt. Man kann sich immer wieder wundern, welche Qualität zu diesem kleinen Preis geliefert wird. Um zu planen werden schon mal die 6S oder 8S-Lipos platziert. 8S haben ausreichend Platz und bekanntlich hat ja ausreichend Leistung noch nie geschadet. So konnte gleich der Elektroantrieb und der Regler bestellt werden. Als Regler einen Hacker MASTERMEZON 120 LITE. Als Motor einen DYMOND GTX-5062 V2 im APC Luftschraube 16 x 8. Dieser Antrieb leistet, mit dieser Konfiguration, dann 1600 Watt. Das sollte für ein Modell mit 4kg Kampfgewicht mehr als ausreichen.

Parallel hierzu wurden einige Segler zusammen getragen. Eine ASH-25 von Robbe, einen Last Down von Staufenbiel und ein Bergfalke, nach dem Bauplan von Klaus Nietzer gebaut. Alle Segler haben 3,5 Meter Spannweite und sind komplett ausgerüstet mit Fernsteuerungen. Mit diesen Modellen können sich dann die interessierten Mitglieder am Seglerschlepp versuchen. Mit Schüler-Lehrerbetrieb sollte dies gefahrlos möglich sein. Außerdem haben wir für den Huckepack auch gleich noch einen Dardo. Dieser ist dann für die ersten Tests mit Huckepack gedacht.

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So widmen wir uns dem Einbau der Servos. Die Aussparungen müssen ja nur mit dem Lötkolben herausgetrennt werden und schon können die Rudermaschinen eingeschraubt werden. Die Beiliegenden Klipse und Gewindestangen sind in M3 ausgeführt und somit recht solide. Die Ruderhörner sind in GFK gefräst und müssen eingeklebt werden. Ebenfalls die Scharniere. All diese Tätigkeiten sind aber recht schnell erledigt.

Ein bisschen Aufwand bereitet die Schleppkupplung. Die beiliegenden Teile möchte ich nicht verwenden. Außerdem will ich ja die Kupplung so gestalten, dass auch das Huckepack damit bedient werden kann. Also wird diese kurzerhand selbst gedreht und gefräst. Auch die Halterung für den Elektromotor wird selbst hergestellt. Kein Problem – das war ja 50 Jahre mein Beruf. Eingebaut wird ein 16-Kanal-Empfänger. Um die Telemetriewerte aufzunehmen kommt ein UnisenseE von SM-Modellbau zum Einsatz. Diese Teile sind sehr preiswert und verschaffen den notwendigen Überblick beim Fluge.

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Und schon steht der Joker flugbereit auf dem Tisch und die ersten Testläufe werden gestartet. Laut Telemetrie zieht der Antrieb bei Vollgas gerade mal 40 Ampere. Dabei entwickelt der Propeller einen gewaltigen Schub. Ich denke, beim Schleppen, benötigen wir gerade mal den halben Schub. Dabei zieht der Motor gerade mal 20 Ampere. Bei diesem Stromverbrauch stehen ausgiebige Schleppflüge in Aussicht.

Als nächster Schritt steht das Huckepackgestell an. Wenn ich mich noch recht entsinnen kann, sind ca. 5 Grad negative Anstellung notwendig. So ist dann schnell das Gestell auf 6mm Pappelsperrholz aufgezeichnet, ausgesägt und verschliffen. Der Mechanismus zum Ausklinken stelle ich wieder Zuhause her.

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Zwischenzeitlich juckt es doch in den Fingern und wir wollen wissen, wie der Joker fliegt. Dazu haben wir als ersten Segler die ASH-25 auf Vordermann gebracht. Wenn Ihr wissen wollt, wie das mit dem Schleppen klappt, folgt einfach dem Link zu unserem Flugbuch.

19.06.2019 - Stefan hat von unseren Scheppaktivitäten gehört und uns eine wunderschöne DG-800 zur Verfügung gestellt. Leider sind einige Kleinigkeiten nicht in Ordnung. Sonst ist der Segler aber bruchfrei. Kurzerhand fahre ich vorbei und nehme das Modell mit in die Bauräume. Erst wird noch das Huckepackgestelle einmal mit Parketlack gestrichen, dann die Fernsteuerung in den Dardo eingebaut und programmiert. Anschließend schaue ich mir die DG noch genauer an. Das Scharnier von Seitenruder soll defekt sein. Das ist aber gleich wieder in Ordnung gebracht. Bei dieser Gelegenheit werden wir das Seitenruder gleich mit Drahtseilen anlenken. Danach wird erst mal das Rumpfvorderteil entkernt. Eine Menge überflüssiger Harzklumpen, diverse Bleistücke und ein halblebiges Servobrett werden aus dem Rumpf gebröckelt. Da im Rumpfinneren nichts angeschliffen war, geht dies recht einfach von Statten. Die Landeklappen sollen nicht funktionsfähig sein. Diese können ja einfach ausgehängt werden. Beim Nachschauen sehe ich, da ist ja nur was ausgehängt. Die Anlenkung werden wir, bei dieser Gelegenheit auch erneuern. Ansonsten sieht das Modell Top aus und nach der Schönheits - OP wird dieses wieder in neuem Glanz erstrahlen und uns sicherlich gute Dienste leisten.

Stefan, an dieser Stelle schon mal vielen Dank für diesen tollen Segler. Wenn die DG wieder flugbereit ist, werde ich Dich informieren und Du darfst gerne wieder an den Sender.

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21.06.2019 - das Huckepackgestell samt Dardo sind fertig und warten auf den Erstflug. Für die nächten Tage ist Regen vorausgesagt. Am kommenden Montag soll es aber wieder Flugwetter geben. Solange können wir ja noch die DG-800 richten. Die Landeklappen sind wieder funktionsfähig und es wurden gleich neue Bowdenzüge eingezogen. Ein neues Servobrett wurde gerichtet. Das Seitenruderservo liegt nun mittig und kann mir Drahtseilen angelenkt werden, Der Radschacht wurde hierbei gleich verschlossen und die reparierten Stellen mir Glasgewebe beschichtet. Dazu wurde die gesamt Rumpfinnenseite angerauht. Da die Steckung verbogen war, wurde diese auch gleich erneuert.
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Schröcken vom 31.7-6.8.2017.

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Dieses Jahr waren wir nur noch eine kleine Gruppe von 5 Teilnehmern bestehend aus Micha, Simon, Dominik, Achim und Bernd, die sich nach Schröcken aufgemacht haben.

Wir kamen alle am Sonntag bei bestem Wetter im Sennhaus an, waren aber leider zu spät dran, um noch fliegen zu gehen.

Am Montag hat uns dann prompt das Wetter einen Streich gespielt.

Wir sind vormittags nach Damüls zum FLiegen aufgebrochen und just als wir dort ankamen hat es leider angefangen zu regnen. Also wurde der Plan geändert und wieder Richtung Haushang am Hochtannbergpass umgedreht. Auf dem Rückweg war aber bereits klar, dass es auch dort regnen würde.

Deshalb haben wir erst mal im Sennhaus Station gemacht um auf bessere Zeiten (sprich besseres Wetter) zu warten. Das kam dann auch am Nachmittag. So sind wir denn nochmal losgezogen um gegenüber vom Haushang (am Kreuz für die Eingeweihten) unser Glück zu versuchen. Ausser ein bisschen Abgleiten mit Motor war aber nicht viel zu machen.

Am Dienstag war dann wie angekündigt das Wetter super, jedoch sehr windig wie wir am Hang in Damüls feststellen mussten.

Speziell das Landen war an diesem Tag eine Herausforderung was auch nicht ganz ohne Materialschaden beim einen oder anderen ablief.

An diesen Tag haben wir uns besonders über den Besuch von Benni und Emmanual Dähn gefreut, die uns direkt in Damüls am Hang besucht haben. Emanuel hat ein Filmchen gedreht. Das könnt Ihr auf unserem Youtube - Kanal bestaunen.

Benni hat uns seine Alpina perfekt vorgeflogen und sie auch wieder butterweich und gekonnt am Hang gelandet. Da zeigt sich der wahre Könner. Aber auch Benni meinte, dass es schon einige Überwindung gekostet hat um bei diesen Windverhältnissen überhaupt rauszuwerfen.

Am darauffolgenden Mittwoch war das Wetter ebenfalls sonnig, jedoch ohne den Wind vom Vortag. Wir sind wieder nach Damüls und mussten diesmal jedoch feststellen, dass die Bedingungen an unserer bevorzugsten Startstelle nahe der Mittagspitze leider nicht besonders berauschend waren. Es hat einfach an Thermik gefehlt und Wind war fast gar keiner.

Jedoch gab es auch an diesem Tag ein besonderes Highlight. Achim hat uns seinen Salto, dessen Bau schon letztes Jahr in Schröcken begonnen wurde, vorgeflogen. Auf dieses Ereignis hatte er lange hingearbeitet und viel Zeit investiert. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Das Modell liegt schön satt in der Luft und konnte sich sogar trotz der mäßigen Aufwindverhältnisse eine ganze Weile ohne Motoreinsatz in der Luft halten. Achim hat das Modell dann beim Erstflug auch wieder gut am Hang gelandet. Beim zweiten Versuch gab es dann leider ein kleines Problem mit dem Motor, was zu einer Aussenlandung geführt hat. Der Salto wurde dabei zum Glück nur leicht beschädigt und ist sicher reparierbar.

Ich hoffe Achim bringt ihn nach der Reparatur mal an unseren Flugplatz mit.

Da der Wetterbericht für die kommenden Tage eher schlechtes Wetter vorhergesagt hatte haben wir dann bereits am Mittwochabend beschlossen, dass wir am Donnerstag wieder heimfahren.

Gesagt getan, nach dem Frühstück und einer schnellen Aufräum-, Pack und Putzrunde ging es dann auch bereits recht früh wieder Richtung Heimat.

Euer Bernd

IG Nurflügel Adelboden vom 4.-6.8.2017.

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Am ersten Tag in Adelboden empfing uns das Wetter zunächst wechselhaft. Trotzdem bin ich mit der Gondel auf den Tschenten gefahren um die Schweizer Fliegerkameraden oben zu treffen. Oben angekommen waren am üblichen Startplatz erst mal keine Piloten anzutreffen, dafür zog der Nebel heran.

In der Bergstation habe ich dann ein paar davon angetroffen, die mir berichtet haben, dass sie diesmal an einer anderen Stelle des Bergs sind. Also flugs dahin aufgemacht und siehe da, es waren schon ein paar Flieger in der Luft.

Nach ein bisschen Improvisation an meinem Modell (ein Loch der Flächenbefestigung hatte nach dem Wiedereinkleben der Schraube am Rumpf nicht mehr ganz gepasst, jaja so ein halber Millimeter daneben kann schon echt nerven) hatte ich dann auch meinen Flieger in der Luft. Die Bedingungen waren nicht gerade perfekt aber OK für einen ersten Eindruck an diesem Teil des Hanges.

Dafür ging es dann am zweiten Tag richtig gut ab. Die deutschen Kollegen erhielten Verstärkung von Thomas Stark, der erst am Samstagmorgen angereist kam.

Wir konnten ausgedehnt auch ganz ohne Motor fliegen.

Leider hatte ich mich bei einer Wende mit einem meiner Flieger etwas verschätzt und bin in den Wall am Ende des Hanges gedonnert. So heißt es jetzt halt wieder reparieren aber auch das gehört zum Modellfliegerleben.

Zum Glück hatte ich an diesem Tag nicht nur ein Modell dabei.

Am darauffolgenden Sonntag hat der Wetterbericht leider nicht geirrt, sprich es gab gleich zu Beginn in der Frühe Nebel und Regen. Da keine Aussicht auf Besserung bestand und wir uns an den beiden vorangegangenen Tagen ausführlich in der Gruppe  unterhalten und gut amüsiert hatten, bestand kein Bedarf mehr noch eine gemeinsame Indoor Aktivität durchzuführen sondern alle haben es vorgezogen frühzeitig nach Hause aufzubrechen. So war denn auch die Heimfahrt ohne Stau gut zu meistern.

Alles in allem konnte Adelboden dieses Jahr überraschender Weise nicht mit dem vorangegangenen Treffen auf der Axalp mithalten. Da waren die Bedingungen aber auch sensationell gut gewesen. Normalerweise ist es eher umgekehrt.

Wie dem auch sei, ich freue mich schon auf das nächste Treffen mit der IG Nurflügel.

Euer Bernd