Montage der P40 von CMPRO. - Hier geht es zum Berichtende

Urlaubszeit - Reisezeit. Gar mancher nimmt die Strapaze der fernen Länder auf sich, liegt dort am Strand und sehnt sich innerlich nach dem heimischen Wurstsalat und einem schönen Weizenbier. Modellpiloten planen dabei ihr nächstes Modell und leben auf, wenn sie wieder Heim kommen. Mit zunehmendem Alter stellen wir jedoch fest, dass wir nicht mal unsere nächste Gegend genau kennen. Also bleiben wir in den heimischen Gefilden. Passt dann mal das Wetter für den Modellflug nicht, kommt man wie ich, auf solch eine Idee und baut ein drehbares Einziehfahrwerk. Schon einige Jahre nenne ich eine P40 von Cmpro mein Eigen. Da soll das ezfw Verwendung finden. Dieses natürlich zeitgemäß mit Elektromotor. Einige Nächte vergehen bis ich die Lösung gefunden habe, dabei sehe ich immer wieder die Szene aus dem Film Pearl Harbor vor mir, als die P40 Richtung untergehender Sonne startet. Erst wird das eine Fahrwerk eingefahren, danach das andere. So soll es auch mal mit meiner P40 geschehen.

Nachdem die Prototypen der ezfw fertig sind, werden anhand der erstellen CNC-Programme gleich mal 90 Winkel hergestellt. Da werden sich einige meiner Kunden freuen, dass ich Ihren Wunsch endlich mal erfüllt habe. Für den Antrieb bestelle ich bei Hacker den A50-16 S V3, als Regler den Master Basic 70SB und als Propeller den APC Thin Elektric 17 x 8E. Dies ist ein bewährter 6S - Antrieb aus der S12. Da ein Spinner mit 110mm Durchmesser dem Modell beiliegt sollten 17 Zoll Durchmesser für den Prop ausreichen. Der Preis ist mit über 270 Euro zwar kein Schnäppchen mehr, doch man leistet sich ja sonst nichts. Einige Tage später ist der Antrieb angekommen und kann in den Rumpf gleich eingebaut werden. Dazu muss am vorgesehenen Motorträger pro Seite 2mm herausgefeilt werden. Stirnseitig werden Füllstücke aus 3mm Sperrholz eingepasst und mit Uhu-Plus eingeklebt. Nach der Trockenzeit wird von vorne das Befestigungskreuz vom Motor auf gesetzt und mit der Schieblehre mittig vermessen. Dann wird dieses abgebohrt. Distanzen mit einer Länge von 12mm werden gefertigt und mit einem M4 Gewinde versehen. Nun kann der Antrieb angeschraubt werden. Nach der Montage vom Propeller und Spinner sieht das doch schon richtig toll aus. Als Rudermaschinen verwende ich die Dymond D7550 BB MG. Diese soliden und preiswerten Servos werden ihren Dienst sicherlich ordentlich erfüllen. Schon viele Jahre sind diese Rudermaschinen in unserem Verein eine gute Wahl.

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22.08.2016 - Heute ist der erste Bauabend. Nach der einseitigen Baubeschreibungen werden die Tragflächen zusammen geklebt. Bei der Spannweite von 185cm ist es jedoch sinnvoll die Flügel 2-teilig zu belassen. Dazu werden Sperrholzleisten gerichtet, Schlitze in den Flügel geschnitten und diese Leisten dann mittig eingeleimt. Nachdem diese dann zusammen verbohrt werden, kommt an der Gegenseite ein M5-Einschlagmutter hinein. Mit der Nylonschraube können nun die Tragflächen zusammengespannt werden. Abschließend werden heute die Scharniere einseitig und mittig in die Ruder geklebt. Dies geschieht sinnvollerweise mit  Uhu-Plus. Es gibt Kollegen die kleben die Scharniere mit Sekundenkleber hinein und wundern sich, dass die Scharniere im Biegebereich dann brechen. Das soll bei meinem Modell nicht so sein. Morgen wird dann die 2. Seite der Scharniere eingeklebt. Dann bringe ich auch die Rudermaschinen mit und beginne mit dem Einbau dieser.

28.08.2016 - eigentlich wollte ich ja heute die Rudernmaschinen einbauen. Da aber leider keine Baubeschreibung dabei ist, orientiere ich mich an der Explosionszeichnung und da habe ich auf rechts-unten geschaut. Da ist der Zusammenbau vom Höhenleitwerk abgebildet. Also werden heute die Höhenleitwerke angepasst und an den Rumpf geklebt. Da die Steckung nicht genau passt, ist da doch einige Nacharbeit erforderlich. Das mit dem lenkbaren Heckfahrwerk muss auch ein bisschen anders, als auf der Zeichnung erklärt, gelöst werden. Ohne einen kleinen Keil ist das nicht zu lösen. Dies ist eben der kleine Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Mit einmaligen Anrühren von Uhu-plus werden zuerst die Scharniere und dann die Höhenleitwerke eingeklebt. Und schon wieder ist es 20 Uhr und die Rudermaschinen sind noch nicht eingebaut. Dann geschieht dies eben das nächste Mal.

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09.08.2016 - heute möchte ich die Flächenbefestigung an der P40 realisieren. Doch bevor ich dies angehe, wird erst mal ein Gestell aus Styrodur für den Flieger hergestellt. Darin soll der Warbird in 2 Stellungen Platz finden. Der Zuschnitt erfolgt auf der Kreissäge. Die Rundungen werden auf der Styroschneide ausgeschnitten. Nachdem dies erledigt ist kann ich die Befestigung der Flügel starten. Die Flügel werden mittig ausgemessen und durch den vorderen Spant werden die Stellungen der 2 Dübel abgebohrt. Nachdem die Dübel im Flügel passen wird die Tragfläche nochmals aufgesetzt und die Lage zum Leitwerk hin vermessen. Wenn alles passt, werden die Bohrungen für die Befestigungsschrauben gesetzt. Dies zusammen mit der Zulage, an welche dann später noch die untere Abdeckung geklebt wird. Doch darüber später mehr. Die Zeit ist heute wieder wie im Fluge vergangen. Eine Skizze mit den Angaben für einige Drehteile, welche ich noch benötige, nehme ich als Hausaufgaben mit nach Hause.

01.09.2016 - Nachdem ich heute die Tragflächen der L39 wieder mal repariert habe, finde ich noch Zeit um die untere Abdeckung an den Rumpf anzupassen und mit den hinteren Anschraubeplatten zu verkleben. Länger Zeit vesuche ich die Abdeckung vorne mit einem Dübel zu arretieren. Das funkioniert leider nicht. Einen Dübel zum Stecken vielleicht? Nein - dieser kann verloren werden. Außerdem kommt da ja noch der Ersatztank hin. Schlussendlich entscheide ich mich für einen Kabinenverschluss, welcher dann in den vorderen Bereich kommt. Doch diesen zu installieren geschieht erst den nächsten Abend. Denn heute ist es schon wieder Zeit, um die Heimreise anzutreten. Es werden noch schnell die vorbereiteten ezfw in die Schächte gelegt und ein Foto geschossen und dann war es das für heute. Mancher fragt sich vielleicht: warum habe ich die Abdeckung nicht einfach mit den Tragflächen verklebt? Ganz einfach. Die Tragflächen mit der Steckung sind ja zweiteilig, werden zusammengesteckt und dann auf den Rumpf gesteckt. Die Verschraubung erfolgt dann zusammen mit der Abdeckung. Damit ist dann alles transportfreundlicher.

04.09.2016 - die restlichen schönen Stunden vom Wochenende wurden heute mit Modellflug ausgenützt. Mit Beginn vom Regen gehe ich dann noch in die Bauräume. Die ezfw werden heute montiert. Dazu werden die Mechaniken eingesetzt und abgebohrt. Die mittlere Bohrung wir angesenkt und mit einer M3-Senkkopfschraube wird die untere Halteplatte unter die Sperrholzauflage angeschraubt. Nun kann die Mechanik mit den restlichen 4 Schrauben angeschraubt werden. Die Abdeckungen für die Radschächte werden noch eingepasst und einige Funktionskontrollen durchgeführt. Diese Kleinigkeit für heute ist erledigt und wir lassen es gut sein. Das Abendessen wartet schon auf uns.

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06.09.2016 - Nachdem am Montag noch kleine Verstärkungen und Leisten an Rumpf und Haube eingeklebt wurden, kann ich diese heute verbohren und die M4-Gewinde schneiden. Die Haube wird dann mit 4 Nylonschrauben angeschraubt. In der restlichen Zeit bis 20 Uhr werden alle Rudermaschine montiert. Dies geschieht recht gut mit den fertigen Spritzteilen für die Querrudermaschinen. Nach der Montage sieht das dann richtig toll aus. Für den nächsten Abend sollte ich noch Bowdenzugrohre und Federstahldrähte mitbringen. Dann kann ich die Anlenkung vom Höhen- und Seitenruder vornehmen.

07.09.2016 - Heute sind nur Kleinarbeiten angesagt. Aber auch diese nehmen ja bekanntlich immer etwas Zeit in Anspruch. So werden heute die Ruderhörner montiert. Dabei sind schöne lange Schrauben, um die Gegenplatte zu montieren. Die Ansteuerung vom Höhen- und Seitenruder erfolgt mittels Bowdenzüge und 1m Federstahldraht. Die beiliegenden Schubstangen möchte ich nicht verwenden. Wichtig bei den Bowdenzügen ist, dass diese auf Zug eingeklebt werden, sonst habe die Ruder später Spiel. Die Querruder werden mit M3-Gewindestangen angelenkt. Auf einer Seite werden die Gewinde mit Locetide gesichert. Nun haben wir es ja bald. Für den nächsten Abend muss ich noch den Servotester mitbringen. Dann können schon mal alle Ruder eingestellt werden.

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12.09.2016 – heute habe ich den Servo-Tester mitgebracht. Verlängerungen für die Querruderservos werden eingezogen. Alle Rudermaschinen können nun mit dem Tester eingestellt werden, bzw. auf den Nullpunkt einjustiert werden. Die Gestänge werden auf die richtige Länge eingestellt, damit die Ruder neutral stehen. Die Dübel für Flächenbefestigung werden eingeklebt. Dann wird der komplette Flieger umgedreht. Nun wird die Kabinenhaube mit der gebogenen Schere ausgeschnitten. In Kleinarbeit wird die Haube nun mit Hobel und Schleifleiste angepasst. Die Zeit reicht dafür heute nicht aus. Dann werden wir dies eben nächsten Abend beenden.

19.09.2016 - mittlerweile wurde die Kabinenhaube angepasst und mit einigen Schrauben mit dem Rumpf verschraubt. Zusätzlich wurde die Haube mit Uhu-plus am Rumpf verklebt. Heute prüfe ich den Schwerpunkt, um die Lage vom 6-S-Lipo festzulegen. Dieser kommt dann direkt hinter den Motor. Dann stimmt der Schwerpunkt recht genau. Dazu wird ein Sperrholzkasten aus 5mm Pappel angefertigt. Im hinteren Bereich wird mit dem Akku unter die Abdeckung gefahren. Vorne kommt dann ein Klettband hin, um den Akku sicher in Position zu halten. Der komplette Kasten wird dann in den Rumpf geklebt. Unten mit Weißleim, am GFK wird wieder Uhu-plus verwendet. Da ich heute Besuch von Kindern aus der Nachbarschaft hatte ist das Vorgenommene leider etwas liegen geblieben. Aber nicht so schlimm. Dann geschieht dies eben am nächsten Bauabend.

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22.09.2016 - wie schon am letzten Abend angekündigt, war heute der Besuch aus der Nachbarschaft wieder da. Dieses Mal mit der Mutter. Die scheinen ja reges Interesse am Modellbau zu haben. Muss ich mir da für die nächsten Abende wieder ein Projekt überlegen? So reicht es heute gerade, neben viel Frage und Antwort, den Akku einzubauen und die Steckverbindungen anzulöten. Der Regler findet seinen Platz neben der Akkubox und wird mit Klettband befestigt. Beim Problelauf mit dem Servotester stellen wir sogar fest, dass der Motor richtig herum läuft. Hierzu wurde zuvor der Spinner und er Propeller abgebaut. Wir möchten ja nicht, dass sich jemand verletzt.

26.09.2016 - heute habe ich den Sender dabei und programmiere das Modell. Die Ruder werden auf Null eingestellt und ein Funktionstest von Höhen- und Seitenruder durchgeführt. Am Tragflügel sind noch einige Lötarbeiten durchzuführen und die Einziehfahrwerkmechnik muss  noch Zuhause fertig gestellt werden. Da ich heute widerum Besuch von den Nachbarkindern habe, kann ich die Fertigstellung von der P40 erst nächstes Mal erledigen. Heute baue ich erst mal mit Chantal und Hendrik das Gummimotormodell fertig.

28.09.2016 - heute ist es schön ruhig in den Bauräumen. So bekomme ich einige Kleinigkeiten erledigt. Zuhause wurden die Fahrwerke fertig gestellt und Schlüsselflächen an den Propeller-Mitnehmer gefräst. So können heute die ezfw - Mechaniken eingebaut und der Propeller samt Spinner montiert werden. Dann erfolgt auch schon der Probellauf vom Elektromotor mit Luftschraube. Schon nach den ersten Umdrehungen vom Prop ist der Tisch abgeräumt. Mit Vollgas sollte der Flieger senkrecht steigen. Das ist nun auch geschafft. Nun können endlich die Stecker für die Querruder und ezfw angelötet werden. Dann noch schnell ein Funktionstest und schon ist es wieder 20 Uhr. Die Zeit ist heute, wie im Fluge vergangen, nur mit dem Unterschied, heute wurde Einiges geschafft.

04.10.2016 - Zuhause wurden die Controller für das ezfw vorbereitet. Heute werden diese am Empfänger angeschlossen und der Funktionstest durchgeführt. So der Plan! leider wurde nach einiger Zeit eine kalte Lötstelle gefunden. Nachdem der Fehler jedoch bereinigt wurde können die Einziehfahrwerke erstmals ein- und ausgefahren werden. Heute ist Peter in den Bauräumen. Zusammen besprechen wir den Flügelbau von Seinem Scheibe-Motorspatz. Dies wird dann meine nächste Aufgabe nachdem die P40 fertig gestellt ist. Noch kurz vor Feierabend werden die Abdeckungen für die Radschächte mit Uhu-plus eingeklebt. Mit der eingefahrenen Mechanik werden diese gespannt. Und schon wieder ist es nach 20 Uhr und Zeit für den Feierabend.

12.10.2016 - das Werk ist vollbracht, wie man so schön sagt. Nachdem letzten Abend die restlichen Kleinteile angeklebt wurden, kann heute das Fahrwerk entgültig in den Flügel geschraubt werden. Nachmals ein Funktionstest aller Ruder und der ezfw. Dann können auch schon die letzten Aufnahmen vor dem Erstflug geschossen werden. Dann geht es ab in das Regal, da momentan kein tolles Wetter ist. Vielleicht am Wochenende. Besseres Wetter wurde uns vorhergesagt. Schauen wir mal! Ansonsten ist dann doch Bauzeit. Wir berichten dann vom Erstlfug in unserem Flugbuch. Schaut einfach immer mal wieder auf unsere HP. Dann seid ihr stets informiert!

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