Zurück in die Bauräume.

Mauri stellt die ARF - Graupner Jodel Robin fertig.

Montageaufwand ca. 31h an verschiedenen Tagen.
Auf der Suche nach einem Zweckmodell stieß ich auf die Jodel Robin DR180/400 von Graupner. Die Optik und die bewährte Graupner Qualität haben mich überzeugt. Außerdem ein wenig Scale – was will Man(n) mehr?

Vorab besten Dank an die erfahrenen Kollegen der MBG, welche mir mit Tipps und Tricks zur Verfügung standen.

Die Jodel DR 100 ist eine Leichtflugzeugfamilie der französischen Flugzeugkonstrukteure Jean Délémontez und Pierre Robin. Obwohl sie aufgrund ihrer Abstammung von der Jodel D11 und der nie fertig gestellten Jodel D10 offiziell als Jodel bezeichnet wird, wurde sie nie von Avions Jodel hergestellt. Sie wurde vielmehr von Centre Est Aéronautique (CEA, Vorgänger von Avions Robin) und der Société Aéronautique Normande (SAN) produziert.

Seiten-, Höhen- und Querruder in Hohlkehlenausführung ausgeführt und bereits fertig angeschlagen sind. Alle Ruder werden über kurz vor den Rudern eingebauten Servos mittels kurzen Gestängen und GFK-Ruderhörnern spielfrei angelenkt. Als Antrieb kommt ein OS GT33 zum Einsatz. Die beiden Tragflächenhälften werden mittels einem Aluminium-Steckungsrohr seitlich an den Rumpf geschoben und mittels Kunststoffschrauben gesichert.

Die Jodel ist die ideale Schleppmaschine für Segelflugmodelle bis ca. 4 Meter Spannweite. Selbstverständlich können auch Bannerschlepps durchgeführt werden. Hierfür liegt die Schleppkupplung der Packung bei.

Spannweite: 2.2m
Gewicht: ca, 8850g
RC Komponenten:

Rudermaschinen DES708 (auf Höhe DES587), Schleppkupplung DES708, Drosselservo DES708
Powerbox DigiSwitch für Zündung
Powerbox Competition SRS als Servomanagement und Akkuweiche, 2 Rsat2
Jeti Power-Ion 2600mAh als Stromversorgung Powerbox und Zündung

Besonderheiten:   Emcotec Betankungsventil, Pilot RC Entlüftungsventil, Menz 18x10, Emcotec Tankbausatz, OS GT33 Motor mit originalem Schalldämpfer.

Los geht´s! Gebaut wird im heimischen Bastelraum. Der Karton selbst ist schon imposant. Alles in Graupner Manier gut verpackt. Der Motor erscheint in einer edlen Umverpackung.

Begonnen wird mit dem Prüfen und Auspacken der Komponenten. Weiter geht´ s mit der Montage der Landeklappenscharniere. Ebenso beginne ich mit dem Einkleben der GFK-Ruderhörner. Dies erfolgt mit UHU-Endplus. Die Landescheinwerfer wurden in die Auspaarung angepasst und eingeklebt. Das Kabel wird in der Tragfläche versteckt. Den Akkuhalter (2Stk Mignonzellen) für die LED´s belasse ich (eingepackt in Schaumstoff) in der Fläche.

 

Die Flächenverbindung wird mittels eines Emcotec-Stecker/Buchsenset bewerkstelligt. Dies habe ich bereits bei der NavyCat so angewandt und wird weitergeführt. Das Ganze wird in einem extra angefertigten Plättchen montiert und eingeharzt. Als nächstes werden die Flächenservos auf neutral gestellt und eingebaut: alle Verlängerungskabel werden verlegt und mit Muldental Steckern gecrimpt.
 

Die Anlenkungen für die Querruder werden montiert und eingestellt. Bei den Landeklappen fällt mir ein Fehler in der Bauanleitung auf – leider zu spät: ich erreiche ca. 55° der Klappenstellung. Das GFK-Horn hätte ich besser umgekehrt einkleben sollen. Trotzdem belasse ich es erstmal so. Ich hoffe nicht, dass das Modell mit 70-90° gelandet werden muss. Laut Hersteller genügen 60°. Alle Rudermaschinen erhalten Graupner Ruderhebel aus CFK-Compound.

Weiter geht´ s mit dem Anbringen der Hauptfahrwerke und des Bugfahrwerks. Diese wurden leider Spiegelverkehrt geliefert, sodass ich diese zunächst anpassen musste. Das Fahrwerk ist durch eine Druckfeder gedämpft – ich empfinde es zunächst als eher „hart“. Belasse dies aber für die ersten Rollversuche so. Das Material der Fahrwerke ist aus Edelstahl. Ebenso die Verbindung zur Tragfläche. Hoffentlich nicht zu weich…

Als nächstes widme ich mich den Höhenruderservos. Nach einiger Recherche, ohne Ergebnis, fand ich letztlich heraus, dass die DES587 Servos perfekt in das HLW passen. Was zunächst als Flächenspant aussah, war die Aussparung für das Servo. Also prompt noch 2Stk. Bestellt. Diese waren rechtzeitig zum Weihnachtsfest da. Leider ist in der Anleitung die Rede von Standardservos. Ein weitere Fehler in der Anleitung.

Die ersten Flächenkabel werden an die Powerbox angeschlossen. Als Flächenverbinder dienen Emcotec-Flächenverbinder. Das Seitenruderservo wird montiert und mittels eines CFK-Hornes angelenkt. Alle Kabel für da HLW und das Seitenruder werden durch ein Schutzband geführt. Somit ist alles verräumt und sauber geführt. Das Seiteruder ist abnehmbar. Nettes Feature.

Zwischendurch wurden auf einer Drehbank Aluhülsen für die Distanzstücke des Motors angefertigt.

Der Anleitung des Motors können die Abmaße für die Anbringung der Löcher am Motorspant entnommen werden. Die Maße werden auf den Motorspant übertragen. Zuvor wurden am Motor mit etwas Schneidöl die Haltelöcher von 5.7mm auf 6,0mm aufgebohrt.

 

Der Einbau des Tanks erforderte etwas Hirnschmalz. Ich entschied mich den Originaltank durch einen Emcotec-Tankbausatz zu ersetzen. Außerdem soll der Tank nicht vorne links im Rumpf sitzen, sondern zentrisch in der Nähe des Schwerpunktes. Den Tank hatte ich noch übrig. Vorteil: ordentlicher Filzpendel, Ordentliche Verschraubung und ordentlich geführte Schläuche. Zwischen Filzpendel und Spritschlauch kommt ein Messingroh, damit der Pendel nicht ungewollt nach vorne rutschen kann. Den Tank befestige ich auf einem Sammelsurium aus: Graupner Akkurutsch (falls jemand die Jodel elektrifizieren will), Sperrholzbrettchen aus Fundus und 4-Kant Leisten. Das Ganze zusammen ergibt einen zenterisch angebrachten Tank (nahe des Schwerpunktes).

Es folgt der Einbau des Emcotec Tankventils und der Einbau des Entlüftungsventils. Die Löcher wurden mit einer konischen Reibahle gebohrt.

Nun werden der DigiSwitch und das Steuerteil der Powerbox integriert. Zunächst wurden in den Ecken Löcher gebohrt – später das ganze mit dem Dremel aufgeschnitten.

Heute wird die Schleppkupplung angebracht. Der Stift auf dem Bild wurde später gekürzt. Ob mir jemand seine Modell zum Schlepp anvertraut? J Weiter wird im vorderen Motorbereich alles verkabelt. Die passenden Lipos für Stromversorgung und Zündung sind bestellt. Das Drosselservo wird in Position gebracht und die Halterung eingeharzt.

Nun wird der Menz-Prop angebracht. Test: alles funktioniert wie es soll. Nur das Wetter nicht.

Die Kabinenhaube wird fertig gestellt. Zum Piloten darf die Lektüre nicht fehlen. Schleppflugzeuge haben teilweise lange Wartezeiten.

Hier die Übersicht der RC-Komponenten. Alles ist sauber verräumt:

Motorhaube und Bild der kompletten Jodel folgen nach dem Einlaufen lassen des Motors. Grüße von Maurizio

Ein recht herzliches Dankeschön an Maurizio für den Montagebericht. Ich bin schon gespannt auf den Erstflug. Natürlich stelle ich einen Segler für den Erstflug zur Verfügung. Habe ja auch eine Schleppkupplung dran.

Zurück in die Bauräume.

Gerhard Kenner  

..