Zurück in die Bauräume.

Mauri baut die L39.

Baubericht L-39 Albatros von Topmodel S.A.S
Spannweite: 0.81m
Gewicht: 1.2kg
Antrieb: Impeller an 4S

Ein Relikt aus längst vergangener Zeit – im Modellbau können 4 Jahre bereits eine Ewigkeit sein. Dieser tolle Bausatz wurde mir von einem Vereinskollegen überlassen. Danke dafür J Bis auf Servos und einem passenden Flugakku war bereits alles im Bausatz beigelegt.

Kurzerhand entschloss ich mich an einem Freitagabend zum Bau. Ein paar Bildchen sollen die Fortschritte zeigen. Im Allgemeinen ist der Bausatz gut durchdacht. Einziges Manko: die Kabinenhaube erforderte mehr Arbeit als gedacht. Die Bauanleitung ist gut beschrieben (wenn auch nur auf Französisch. Gut, dass es Bildchen gibt.

Schritt 1:

Aus meinem Fundus und aus meinem havarierten Evader (L) wurden schnell 3 Graupner DES Servos zusammengestellt. Das Servohorn wurde im Vorfeld auf neutral platziert. Die Servos wurden direkt auf die Kunststoffabdeckung geklebt (mit Doppelseitigen 3M Pads). Die Servokabel wurden mit dem gelieferten „Faden“ nach aussen geführt. Da hat der Hersteller mitgedacht.

Schritt 2:

Die beigelegten Gestänge gefielen mir nicht. Da ich noch von Sebart ein paar Gestängeteile rumliegen hatte, wurden diese angepasst. Ruderhörner lagen dem Bausatz bei und wurden eingeklebt. So ist es spielfrei. Servo rein – verschrauben. Deckel dicht.

 

Schritt 3:

Aus den gelieferten Brettchen wurde die Innenkonstruktion angefertigt. Das Höhenruderservo wird klassisch eingebaut. Das Servohorn in Form geschliffen. Sitzt – passt – wackelt und…. sollte anders kommen J Bisher ein gelungener Flieger.

Schritt 4:

Anbringen des Höhenleitwerks. Auch hier keine böse Überraschungen. Es geht voran! Der Blick von hinten offenbart den Einblick in den Maschinenraum, welcher sich noch ohne Antrieb in bester Verfassung zeigt. Kurzerhand wird der Impeller sorgfältig verbaut. Kabelsalat gibt es in meinen Modellen nicht. Auch dies sollte mich nicht vor dem Erstflug schützen…

Schritt 5:

Die Kabinenhaube hat mich ein paar Stunden und Nerven gekostet. Nun passt sie (so einigermaßen) nach einigen Anpassungen. Schnipp Schnapp – Aufkleberstunde: sieht doch toll aus, oder?

 

ERSTFLUG: Dominik konnte es ja nicht erwarten. Also auf zum FP. Flitsche aufgebaut. Puls geprüft: ist noch ein wenig Zeit zum Entspannen. Die Sonne steht sehr tief. Ruderausschläge- check. SP- check!! Stromversorgung- check. Einhaken: ¾ Gas (der Impeller schreit die Symphonie der Vernichtung).

START: Dominik stand zur Seite und konnte die Trimmung übernehmen. Die L-39 hängt komisch in der Luft. Der angegebene SP passt nicht! Mit allen erdenklichen Flugkünsten und nach einigen Schrecksekunden, konnte die L-39 jedoch zart und sanft landen. Wow: so hoch war der Puls noch nie. Unser jüngster im Verein meinte: „… wie fliegst du denn….“ J

Also: Blei in die Schnauze (25g): START -> siehe da. Schon viel besser. Trotzdem sehr kritisch in der Luft. Nach einigen Stabilisierungsrunden dann der Landeanflug. Und siehe da: was sagte Dominik vorhin noch?.... Achja -> flieg nicht durch die Sonne. Ihr kennt das ja: dort wo Man(n) hinsieht, dort zieht es einen auch hin. Shit: wo ist die kleine denn? Ich seh nichts! Achja – dort taucht sie wieder auf. Zu tief! Schub rein, links Kurve -> Flop: Strömungsabriss. Und Einschlag. Gott sei Dank war der Morast weich. Rumpf ist etwas gestaucht und angerissen. Das Innenleben? Naja: machen wir neu. Die Haube hat´s leider erwischt. Aber ein Vereinskollege spendet mir seine Haube, nachdem der Rest von seiner L-39 nicht mehr zu gebrauchen ist. So vereint sich das Schicksal wieder J

Kollegen welche mich kennen wissen, dass meine Modelle mit Sorgfalt aufgebaut sind. Aber von diesem kleinen „Scheißerle“ lasse ich mich nicht entmutigen. Ich wollte sie ja fast schon anzünden – jedoch hat Dominik etwas dagegen. Also basteln wir wieder und schießen den Jet wieder in die Luft.

Reparaturbericht und der nächste Startbericht folgen.

Ein Dankeschöne an Mauri für den Baubericht.

Zurück in die Bauräume.

Gerhard Kenner  

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