Zurück in die Bauräume.

BAUBERICHT Pitts S12 von Sebart - oder auch von 0 auf 100 in einer Woche.

Nachdem unser Dominik nun mehrere Jahre abstinent vom Modellflug war, hat es ihn nun wieder gepackt. Viele Jahre Jugendarbeit sind anscheinend doch nicht spurlos an ihm vorübergegangen. Es begannt mit dem wöchentlichen Treff am Stammtisch der Modellflieger und einigen Besuchen auf dem Modellflugplatz.

Hurra, wir begrüßen wieder einen Heimgekehrten auf dem Modellflugplatz!

Kurzerhand wurde im Internet nach dem passenden Flieger gesucht. Der passende Video von Sebart und einige Berichte in den Foren gaben schlussendlich den Ausschlag für die Entscheidung. Die Bestellung wurde getätigt und gleich via Paypal bezahlt. Ein kurzer Liefertermin wurde zugesagt und so wurden einige Tage voller Spannung auf die Lieferung gewartet. Doch da lief einiges schief. Nach einigen Tagen Überfälligkeit wurde mal bei Hacker nachgefragt. Der Grund war eine Differenz von 30 Cent in der Buchhaltung. Deshalb wurde die Sendung bei Hacker zurückgehalten. Nach kurzer Zeit kam nun die erste Lieferung. In einem Karton von 30x30x10cm konnte der Flieger aber nicht drin sein. Der Motor samt Regler war doch schon mal am Ziel angekommen. Für den weiteren Lieferverzug sorge die DHL. Da das Packet doch ein bisschen größer ist blieb es dort im Lager liegen. Dies ergab eine Recherche über das Internet. Mit einigen Tagen Verspätung traf die lang erwartete Sendung nun endlich ein.

Es war Samstagnachmittag den 11.10.2014 als der Postbote klingelte. Der Zusammenbau der Pitts konnte beginnen.
Nach der Begutachtung aller gelieferten Teile wurde erst mal das Verpackungsmaterial kleingeschnitten und entsorgt. Die Bauanleitung oder man könnte auch sagen das Baubilderbuch wurde studiert und so konnte die Montage der Pitts beginnen. Das Wort Sekundenkleber kommt bei der Beschreibung recht häufig vor. Wir haben keinen und gleich sieht man, das Dominik den Modellbau von der Pike auf gelernt hat. Wir kleben mit Uhu Plus Endest 300 oder Weißleim. Sekundenkleber wird höchstens mal zur Schnellreparatur auf Flugplatz verwendet. Wir haben Zeit und achten ein bisschen auf die Gesundheit. So werden zuerst alle Scharniere auf einer Seite mit Uhu Plus in die Ruder geklebt. In der Trockenzeit kann schon mal das Fahrwerk montiert werden. Bis die Radschuhe dran sind vergeht auch einige Zeit. Die Leitwerke werden nach Beschreibung wieder mit Sekundenkleber eingeklebt. Dominik verwendet Weißleim. Ist ja eine Holz -zu- Holzverbindung. Nun bleibt auch schön Zeit die Geometrie, wie beschrieben mit einem Bindfaden zu vermessen. Ein Blick von vorne verrät, da ist auch alles schön gerade.

Es ist nun schon wieder Sonntagabend und gerade noch Zeit die Rudermaschinen für die Tragflügel zu bestellen. Diese haben die Maße 21,5x11,5x21,5mm und die Auswahl ist somit begrenzt. Doch Staufenbiehl hat auch solch welche im Programm. Die passenden Ruderhebel aus Alu dazu. Nun können wir beruhigt schlafen. Nicht, das Dominik bei seinem Eifer auf die Rudermaschinen warten muss. Er will nächstes Wochenende in die Luft.

13.10.2014 - die Rudermaschinen sind noch nicht angekommen. Es gibt ja auch noch genug am Flieger zu tun. Die Hackerantriebe sind sicherlich qualitativ die besten. Deshalb ist auch der höhere Preis gerechtfertigt. Da sind auch die angelöteten Steckverbindungen nicht drin. Diese müssen gesondert dazu gekauft werden. Glücklicherweise liegen diese bei uns immer an Lager und man muss nur zugreifen. Die Stecker werden angelötet und Schrumpfschläuche angebracht. Heute noch mit dem Feuerzeug, morgen mit einem Heißluftfön (habe mir soeben den Fön auf den Einkaufszettel geschrieben).

Fasst schon genial ist die mitgelieferte Vorrichtung um den Einstellwinkel vom oberen Flügel hin zu bekommen. Ein Lob ab Sebart. Da kann man ja kaum noch was falsch machen. Die äußeren Flächenstreben werden in die Schlitze an den Tragflächen gesteckt. Von vorne wird mittig durch die Tragflächen ein 3mm Kohlestab geschoben. Nun kann der Pylon mit Rumpf und oberen Flügel montiert werden. Gesichert wird dieser mit Uhu Endfest 300. Für heute ist Zapfenstreich. Morgen geht es weiter.

 
14.10.2014 - die Rudermaschinen sind angekommen und werden gleich in die Aussparungen gehalten. Die passen wie angegossen. Da kann es also an dieser Stelle weitergehen. Wie ihr merkt wurde die Baubeschreibung schon längst auf die Seite gelegt und es ist freies Bauen angesagt. Heute werden alle Rudermaschinen eingebaut und die Verlängerungskabel eingezogen. Damit sich die Steckverbindungen nicht lösen werden diese mit Bindfaden gesichert. Mit dem Rudermaschinentester werden die Servos auf Funktion überprüft. Gegen Feierabend werden noch alle Ruderhörner eingepasst und diese mit Uhu Endfest eingeklebt. Das Tagesziel für heute ist erreicht und es ist auch schon wieder Schlafenszeit. Morgen werden die Gestänge montiert und die Elektronik angeschlossen, am Donnerstag noch die Klebestellen im Rumpfvorderteil nachgeklebt, usw.

15.10.2014 - kaum Zuhause angekommen von der Arbeit wird schnell Abend gegessen. Dann geht es auch schon mit der Pitts weiter. Der Empfänger wird gebunden an die neue SX-16 von MPX und Rudermaschine für Rudermaschine eingesteckt. Das Servo steht auf Null und schon können die mitgelieferten Aluhebel montiert werden. Am Ruderhorn kommt ein Kugelkopf hin, an der Rudermaschine die Halterung für das Gestänge. Die Funktionen werden getestet und falls notwendig die Richtung geändert. Das alles mal 6, dann ist sind schon alle Ruder angelenkt. Abschließend wird noch die Kabinenhaube ausgeschnitten und schon wieder ist Schlafenszeit.

16.10.2014 - Es ist wieder Donnerstag und Vereinshock. Ab 18 Uhr wird in den Bauräumen eine geringe Menge Harz angerührt und die Verklebungen im vorderen Rumpfbereich nachgeklebt. Die Flieger sind zwar toll gebaut, leider wird an den Stellen, wo es darauf ankommt mit Kleber gespart. So wird die Fahrwerkshalterung, der Motorträger und der gesamte vordere Rumpfraum nachgeklebt. Nach getaner Arbeit geht es zum gemeinsamen Treff. Dort mundet die Pizza, mit viel Knoblauch und Schärfe. Dominik schläft ja noch alleine im Schlafzimmer.

17.10.2014 - Nun kommt der Endspurt. Morgen soll der Flieger ja in die Luft. Der Motor wird noch an den Motorspant geschraubt, der Empfänger mit Klettband platziert und die Antennen in einem Winkel von 90 Grad zueinander im Rumpf befestigt. An der Unterseite vom Rumpf wird noch eine Öffnung für die Abluft angebracht. Der Durchmesser der Motorhaube ist ja recht groß. Da will ja irgendwo die Luft wieder raus aus dem Rumpf. Und dann ist es auch schon wieder geschafft. Die Ruderausschläge werden gemäß Anleitung eingestellt. Nach dem Auswiegen steht dem Erstflug Morgen nichts mehr im Wege.

Wenn ihr wissen wollt wie der Erstflug ausgefallen ist - einfach hier klicken.


Zurück in die Bauräume.

Gerhard Kenner