Zurück in die Bauräume.

10.07.2014 - und nun ist  die L39 von black horse dran.
Schon vor einem halben Jahr hatte ich die L39 vom Black Horse bei Staufenbiel bestellt. Immer wieder wurde der Liefertermin um einen weiteren Monat verschoben. Erlich gesagt, habe ich an die Lieferung gar nicht mehr geglaubt. Nun ist das ARF-Modell endlich eingetroffen. Ein riesiger Karton mit einer Länge von über 2 Meter. Alles wiederum verpackt in mehrere Kartons. Das Auspacken, zerkleinern und entsorgen der Verpackung nahm fast einen ganzen Abend in Anspruch. Doch nun liegen die Teile auf meinem Baubrett. Nach der ersten Durchsicht der Einzelteile kann ich nur sagen: das Modell ist toll gebaut und vor Allem sehr leicht. Empfohlen wird der Antrieb mit einem 90er Impeller und Lipos 8S2P. Beim Vergleich vom Gewicht fahre ich mit einer P60 und einem 2-Litertank eindeutig günstiger. Der Tank passt zudem genau unter den Schwerpunkt. Nachdem ich die Komponenten hineingehalten habe, hält sich der Anpassungsaufwand auch in Grenzen. So ist die Entscheidung klar. In die L39 wird eine Turbine eingebaut. Die empfohlenen Rudermaschinen und das Schubrohr werden noch bestellt. Ich habe ab dem 14.7.2014 meinen Jahresurlaub. Da steht ja einer schnellen Fertigstellung nichts mehr im Wege.

31.07.2014 - Normalerweise sollte ich diese Woche in Schröcken sein. Leider hat mir die Höhenluft nicht gut getan und so bin ich vorzeitig abgereist um einen Arzt aufzusuchen. So kann ich einige Tage früher an der L39 weiter montieren. Bauen kann man das ja nicht nennen. Da ist ja schon fast alles fertig.

Die meiste Zeit nimmt der Turbinenbau in Anspruch. Mit diesem werde ich starten. Es werden 3mm Verstärkungen auf die Halterung geklebt. Die P60 - Turbine wird abgebohrt und unter die Halterung habe Aluleisten 10x4 mit geschnittenem M3 Gewinde geklebt. Daran kann dann die Turbine sauber montiert  werden. Um der Hitze im Bereich vom Triebwerk Einhalt zu gebieten, schneide ich 0,2 Alubleche mit den Maßen 120x330 und 83x310 zu. Die passen nun genau unter die Turbine und den Trichter vom Schubrohr, welches ich bei Jetzubehör bestellt habe. Die Bleche rasten unter den Spanten ein und können auch nicht mehr herausfallen. Zur Sicherung habe ich eine kleine Blechtreibschraube verwendet. Um das Schubrohr in Position zu halten habe ich aus 10x2mm Alu Halterungen hergestellt und diese 90 Grad verdreht. Gemäß den Angaben von JetCat hat der Trichter nun einen Abstand von 30mm.

Als Tank hätte locker eine Flasche mit 2 Liter Platz. Ich entscheide mich, nach langer Überlegung für eine Colaflasche mit einem Liter. Die Turbine verbraucht bei Vollgas 190ml. Ich denke aber, dass diese L39 auf Dauer nicht vollgasfest ist. Die Flasche liegt nahe unter dem Schwerpunkt und 1 Liter Treibstoff oder Gewicht  weniger kann auch nicht Schaden. Im hinteren Bereich wird eine kreisrunde Halterung im Flaschendurchmesser an den Spant geklebt. Vorne wird eine zweiteilige Halterung vorbereitet und eingeklebt.  So kann dann der Tank jederzeit demontiert werden. Bei einem Bericht über dieses Modell bei RC-Network habe ich noch ein tolles Beleuchtungsset von Unilight gefunden. Das muss ich haben und wird sofort bestellt. Ich entscheide mich für die Standardversion. Einige Minuten später erhalte ich schon die Versandbestätigung. Ist das nicht toll! Morgen geht es weiter. Da werden die Armaturen in den Tank eingebaut.

Die Pumpe und die Ventile werden auf ein Brettchen montiert. Das Brettchen kommt unter den Tank in den Rumpf und wird dort zwischen die Spanten geleimt und mit der Turbine angeschlossen. Darüber wird dann der Tank eingesetzt. Dieser kann dann bei eventueller Montage jederzeit wieder herausgenommen werden. Damit sind die Ventile und die Pumpe jederzeit zugänglich.

03.08.2014 - Das IO-Board wird seitlich in den vorderen Teil des Rumpfes zwischen die Spannten eingebaut. Die Cockpitwanne sollte immer noch Platz finden. Damit ist der Turbineneinbau abgeschlossen und ich kann mich dem Einbau der Rudermaschine im Flügel widmen. Das muss ja nicht näher erläutert werden. Hingegen der beiliegenden M2 - Gewindestangen und Klipse verwende M3 - Klipse und Gewindestangen. Gewichtsmäßig macht das, soviel wie nichts aus, jedoch die Festigkeit ist enorm höher. Die Ruderhörner sind eingeklebt und der erste Funktionstest ist erfolgt. Bis die Beleuchtungsanlage von Unilight geliefert wird können die Tragflächen auf die Seite gelegt werden. Zwischenzeitlich wurde die Kabinenhaube mit Uhu-plus auf den Rahmen geklebt und kann angepasst werden. Auch kein Hexenwerk. Passt ja alles super. Die Cockpitwanne wird eingesetzt. Der vordere Pilot kann schon mal Platz nehmen und die Haube wird geschlossen. Im Nebenzimmer wird der Flieger schon mal montiert um sich einen Eindruck über das Gesamtbild und Gewicht zu schaffen. Als Nächster Schritt werden die Rudermaschinen in Seiten- und Höhenleitwerk eingebaut. Doch darüber später.

27.08.2014- Leider fehlt mir momentan die notwendige Zeit um den Flieger fertig zu stellen. Sonst wäre ich schon längst an einem neuen Projekt. Neben den Haushaltstätigkeiten braucht eben alles ein bisschen länger. Mittlerweile sind die Beleuchtungen von Unilight gekommen und werden gleich in die Wirbelkeulen eingebaut. Vorher habe ich diese natürlich erst mal angeschlossen und einige Funktionsteste durchgeführt. Das Ergebnis ist beeindruckend.

Für die L39 wurden eigens kurze Schleppgabeln hergestellt. Die beiliegenden sehen zwar auf den ersten Blick gut aus, doch bei näherem Hinschauen kann ich einige Mängel feststellen. Das lasse ich also und gehe auf Nummer sicher. An einem Wochenende ist dies erledigt. Ich hoffe, dass ich dieses Wochenende wieder Zeit finden. Dann kann ich endlich mal den Kabelbaum löten. Durch die Beleuchtung, Rudermaschinen und ezfw sind nun doch 13 Drähte zusammen gekommen. Da kann ich sicherlich einige zusammenfassen. Doch 2 MPX-Stecker werde ich doch benötigen. Doch Weiteres später.

08.12.2014 - Und endlich ist die L39 fertig. Es hat nun doch noch einige Wochen gebraucht um die Kleinigkeiten zu erledigen. Für das elektrische el-050 verwende ich eine 3S-Lipo mit 800 mAh. Am Balancerstecker werden 2S abgegriffen und als Stromversorgung für die Beleuchtung verwendet. Alles scheint zu funktionieren und so werden noch abschließend einige Bilder für die HP geschossen. Als Stromversorgung kommt ein NmH mit 4 Zellen und 3300 mAh zum Einsatz. Dadurch werden die Digitalservos recht zügig bewegt. Zusätzlich befindet sich in der Nase der 2S für die Turbine. Alles zusammen bringen dann den Schwerpunkt genau in die Waage. Nun steht sie da. die L39, bereit zum Erstflug. Es ist jedoch Eckelwetter und der Jet wird erst mal eingelagert. Es wird ja sicherlich wieder mal schönes Wetter.

Winterzeit ist Bauzeit. Und so geht es schon weiter mit den nächsten Projekten. Euer Gerhard


Zurück in die Bauräume.

Gerhard Kenner  

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