Zurück zum Jahresbericht.

Dieses Jahr war es eher ruhig auf unserem Modellflugplatz. Oftmals war ich alleine oder mit wenigen Kollegen auf unserem Flugplatz. Dank der neuen Regelung, dass man auch elektrisch alleine fliegen darf, war zumindest Flugbetrieb möglich. In den Bauräumen war jedoch immer was los. Da treffen sich das ganze Jahr über einige Kollegen zum gemeinsamen Modellbau. Das liegt sicherlich daran, dass wir doch eine Modellbaugruppe sind. In den heißen Sommertagen ist es hier in den Kellerräumen schön kühl. Wird es draußen kälter ist es hier mollig warm.

Hier berichten wir wieder über Bauaktivitäten der Kollegen. Und das fast live.

Und wieder ist Bauzeit.

Da der Bericht immer länger wird, gibt es nun ein Inhaltsverzeichnis. Ihr könnt darauf klicken und steht dann automatisch am zuletzt eingestellten Bericht vom entsprechenden Kollegen. Außerdem ist der Hintergrund etwas farblich abgehoben. Da bereitet doch das Lesen wieder richtig Spaß!
Toni baut die SB-14 von MS. - Beginn Bericht - Ende Bericht- letzte Aktualisierung 27.08.2014
Andreas baut die T-33 PAF. - Beginn Bericht - Ende Bericht- letzte Aktualisierung 10.02.2014
Gerhard baut die Pitts von TC. - zum Bericht
Gerhard baut die L39 von Black Horse. - zum Bericht
Dominik baut die S12 von Sebart - zum Bericht

August-Oktober - Es war noch zu den guten D-Mark-Zeiten. Da habe ich von einem Bekannten einen Nimbus 4 mit mit 6 Meter Spannweite gekauft. Der Hersteller war noch die Fa. Büchele.  Sicherlich 15 Jahre lag der Segler eingepackt auf dem Speicher. Dieses Jahr wurde das gute Stück zum Leben erweckt. Der Flügel ist 4-teilig, mit Oracover überzogen und passt wie angegossen in den großen Transportrucksack von Staufenbiel. Zusammengebaut passt die Orchidee gerade noch in unsere Bauräume. Ich denke aber, auf unseren Modellflugplatz wird sich der Großsegler noch besser machen. Der Erstflug steht in den nächsten Tagen bevor.

Bis der Vogel wieder flugfertig war mussten einige Stunden  investiert werden. Zuerst wurde der komplette Rumpf im Inneren entkernt und außen lackiert. Ein elektrisches Einziehfahrwerk wurde eingebaut. Dazu wurde eine stabile Sperrholzkonstruktion in den Rumpf laminiert. Damit das Seitenruder angelenkt werden kann wurde 2 Rudermaschinen rechts und links in den Rumpf gebaut. Mit Drahtseilen wurden das Seitenruder angelenkt. In die Nase wurde eine Schleppkupplung, Marke "made by Horst" eingebaut. In den vorderen unteren Teil der Nase fanden 750 Gramm Blei den Platz. Das restliche Gewicht besorgen die 2 Akkus mit je 3000mAh Kapazität. Ein 9 Kanalempfänger reicht gerade für die Ansteuerung aller Rudermaschinen aus. Im Rumpf und die Tragflächen sind Sub-D Stecker eingebaut. Der Flieger muss nur zusammengesteckt werden und ist damit voll funktionsfähig. Einige Stunden wurden in die Lackierung und die Schriftzüge gesteckt. Ein Aufwand welcher sich gelohnt hat, denke ich. Ich freue mich schon auf den Erstflug und bin gespannt, ob die Piper von Toni die 7,5 kg vom Boden weg bringt?

28.11.2013 - Nachdem ich nun einige Zeit bautechnisch ausgeschaltet war, bin ich heute mal wieder in den Bauräumen. Toni war die letzten Wochen fleißig! Er ist auch so ein Kandidat, welcher zahlreiche "musste_ich_Haben_Projekte" in seinem Speicher hortet. So um die 1992 kam die Candida von Graupner als sogenanntes ARF-Modell auf den Markt. Die Fertigstellung nach heutigem Maßstab ist jedoch noch recht arbeitsintensiv. Die Candida wird mit "Ansteckohren" entweder auf 3250mm Spannweite oder auf 3580mm Spannweite gebracht. Vor einigen Wochen war ich zum Baubeginn anwesend. Heute liegt das Modell fertig auf meinem Bautisch. Danke Toni, dass du mir einen Segler gebaut hast. Wieso hast Du mir nichts gesagt. Ich hätte Dir auch einen Empfänger von mir gebracht für den Einbau. Jetzt musst Du deinen wieder ausbauen.

Heute beginnt er mit der Fertigstellung der DG-1000. Dieses Modell hat Horst noch zu Lebzeiten gekauft. Nun ist er bald 3 Jahre nicht mehr unter uns und es wird nun Zeit für die Fertigstellung. Wie wir Toni kennen, lässt diese nicht lange auf sich warten. Es ist draußen kalt. Da bereitet der Modellbau hier drin wieder Spaß

21.01.2014 - Am Montag hatte ich einen Termin vereinbart mit Andreas. Wir wollen nochmals über die Einziehfahrwerke der T-33 sprechen.

Bei dieser Gelegenheit habe ich vom neuen Projekt von Toni gleich noch einige Aufnahmen geschossen. Die SB 14 ist ein konventionelles Wölbklappen-Flugzeug der 18-Meter-Klasse und wurde von der Akaflieg Braunschweig entwickelt. Toni baut als nächstes Modell die SB 14 light von der Firma MS. Auch dieses Projekt hat genügend Wartezeit bis zum Bau hinter sich. Auffallend ist gleich das gewöhnungsbedürftige Profil vom Tragflügel. Ein Wortmann FX67-170/K15 an der Wurzel mit 185mm, über ein FX67-150/K15 hin zu einem FX60 mit einer Flügeltiefe von gerade noch 70mm an der Flügelspitze. Das  Modell hat eine Spannweite 4500mm. Wie ich von Toni erfahren habe, will er wie beim Original den Flügel mit Wölbklappen ausrüsten. Dazu müssen dann in der Flügel 8 Rudermaschinen eingebaut werden. Da können wir gespannt sein. Der Rumpf hat gerade mal eine Länge von 1668mm und hat eine verhältnismäßig große Dämpfungsfläche am Seitenruder. Der Segler soll nach der Fertigstellung unter einem Gewicht um die  4800 Gramm liegen. Das ist eine sportliche Vorgabe.

Einen Tag später war Toni schon fleißig und er sendet mir die ersten Bilder. Das elektrische Einziehfahrwerk, Marke Staufenbiel ist bereits eingepasst und muss nur noch verklebt werden. Die erste Bremsklappe ist eingepasst, die Steckung ist eingebaut und der Segler ist schon mal zusammen gesteckt. Hier werden schon  mal die Ausmaße dieser Orchidee sichtbar.

06.02.2014 - anbei ein Update in Sache SB-14. Endlich habe ich eine Lösung gefunden wie ich die langen Wölbklappen  verkasten kann. Nach dem Abtrennen habe ich mittels heissem Draht im Flügel und in der Wölbklappe eine Hohlkehle geschnitten. In die Hohlkehlen wurden jeweils 4 Kohlerovings und einen Mumpe aus Harz, Microballon und Thixotropiermittel verarbeitet. Somit bleibt die Wölbklappe gerade und sehr steif. Auch der Flügel selbst, durch das Abtrennen geschwächt, hat zusätzliche Stabilität gewonnnen. Geplant ist, dass pro Wölbklappe aufgrund der immensen Länge jeweils 2 Servos eingesetzt werden sollen. Somit ist eine der grösseren Hürden geschafft.
13.02.2014 - Bei der SB-14 ist das elektrische Einziehfahrwerk in den Rumpf eingebaut. Hierzu wurde eine Sperrholzbrett in den Rumpf eingepasst und die ganze Halterung mit einem Kohle- Kevlargewebe eingeharzt. Das sollte halten. Nun muss nur noch die Öffnung für das Laufrad herausgeschnitten werden. In den Flügelhälften fanden  mittlerweile 4 Rudermaschinen pro Seite ihren Platz. Damit können nun, an mehreren Stellen die langen Wölbklappen und Querruder angelenkt werden.
20.02.2014 - Auch die Rudermaschinen für Seitenruder und Schleppkupplung sind mittlerweile eingebaut. Mit der seitlich liegenden Rudermaschine soll die Schleppkupplung angelenkt werden. Bis zur Rumpfspitze hin ist noch genügend Platz für Akkus und Ballast vorhanden. Bei solchen Modellen ist ja immer Einiges an Gewicht in der Rumpfspitze notwendig. Mit der darüber liegenden Rudermaschine wird, mittels Drahtseilen, das Seitenruder angelenkt.
27.02.2014 - Toni hat schon mal die Kabinenhaube auf Rahmen angepasst. Sieht richtig elegant aus. Wie beim ezfw zu sehen, hat er sogar Klappen vorgesehen. Beim nächsten Mal muss ich mir das ansehen, wie er das Schließen und Öffnen gelöst hat. Bin schon gespannt. Auf der rechten Detailaufnahme ist nochmals schön der Einbau der 2 Rudermaschinen zu sehen. Man sieht auf der Aufnahme leider nicht wie hoch die Rudermaschine über dem ezfw steht, damit auch die Drahtseile vorbei reichen. Immerhin kommt im eingefahrenen Zustand ja noch das Rad ein rechtes Stück nach oben. So ein ähnliches Problem hatte ich ja auch mit dem Nimbus 4. Deswegen habe ich 2 Servos verwendet. Aber auch das kann ich mir beim nächsten Besuch mal anschauen.
06.3.2014 - und schon haben wir die Lösung für die Anlenkung der Seitenruder mittels Drahtseilen. Toni hat rechts und links vom Einziehfahrwerk  Führungsrohre für die Drahtseile verlegt. Damit kann kommt er am ezfw vorbei. Nicht schlecht - einfach aber wirkungsvoll. Auf die Idee hätte ich auch kommen können.  Heute wird der Einstellwinkel der Tragfläche von 2 Grad eingerichtet. Nachdem dies geschehen ist können die Steckungsrohre in den Rumpf eingeklebt werden. Danke Toni für die zeitnahe Zustellung der Bilder. Ich bin beim Bau der Pitts auch in rechtes Stück weitergekommen. Am Wochenende stelle ich wieder was ein auf unsere HP.
26.03.2014 - Toni hat mir via Mail den aktuellen Status beim Bau der SB-14 geschickt. Die EWD ist vermessen, Höhenruder soweit fertig, HR-Servo inkl. Anlenkung in SLW-Flosse eingeharzt. Die nächsten Schritte sind nun: den Abschlußspant SLW-Flosse einharzen, HR-Servo verkabeln, SR Anlenkung, Bügeln und die Servo-Montage Flügel. Na, da können wir ja bald den Erstflug erwarten.
27.08.2014 - Und wieder ist ein weiterer Schritt geschafft. Nachdem es doch noch sehr viel Arbeit war, die Tragflächen fertig zu stellen, sind diese mittlerweile mit Oracover bespannt. Hierzu hat Toni das Bügeleisen mit einem Leinenstoff überzogen. Dadurch sind nach dem Bespannen keinerlei Druckstellen auf der Tragfläche sichtbar. Das Ergebnis unterscheidet sich kaum von einer GFK-Oberfläche. beide Flügel sind bespannt, da wird schon mal auf dem Pausenhof der Flieger zusammengesteckt. So richtig elegant sind die SB-14 mit den schmalen Flügel aus. Da kommen zwar noch die Wölbklappen und Querruder dran. Doch die sind ja auch nicht so breit.

Bei den Querruder hat mir Toni noch etwas verraten. Diese möchte er mit Silikon spaltfrei anbringen. Da bin ich schon auf das Ergebnis gespannt.

Dann kann der Erstflug ja nicht mehr lange auf sich warten lassen. Wir werden in unserem Flugbuch darüber berichten.

19.11.2014 - Heute haben sich wieder einige Kollegen in den Vereinsräumen getroffen. Der Grund ist klar. Das Wetter ist schlecht geworden und einige Kollegen hat wieder die Baulust gepackt. Toni betreut unseren Kollegen Maui. Er hat sich einen Bausatz einer 2 Meter großen Sopwith Pub zugelegt. Das ist sein erster Baukasten und er benötigt Schützenhilfe.

Während Mauri am Bauen ist, findet Toni immer mal wieder Zeit, sich der Fertigstellung seiner SB-14 zu widmen. Die Rudermaschinen sind eingebaut und die Ruder müssen nur noch angelenkt werden. Bald ist der Fleiger fertig und kann eingelagert werden. Dann gibt es wieder Platz für das nächste Projekt.

08.12.2014 - Wenn ihr wissen wollt, wie es weiter geht - klick hier.

01.12.2013 - Die Lockheed T-33 von PAF ist das neue Projekt von Andreas. Er hat das Modell samt P60 Turbine flugfertig gekauft. Mit "gleich Fliegen" ist jedoch nichts. Bei der näheren Durchsicht werden erst mal zahlreiche Mängel festgestellt und die Änderungen beginnen. Beim Vorbesitzer hat es an der Sorgfalt etwas gefehlt. Da gibt es noch Einiges zu tun. So werden als erstes die Giezendanner Einziehfahrwerke ausgebaut, unnötige Öffnungen wieder am Rumpf verschlossen, Rudermaschinen richtig eingebaut, GFK-Abdeckungen hergestellt und diese ordentlich verschraubt, Ruderanlenkungen spielfrei ausgeführt, die Turbinenelektronik wird herausgebaut. Diese lag in den Ansaugkanälen und man konnte darauf warten, dass diese vom Triebwerk angesaugt wird. Nun ist alles draußen aus dem Rumpf und man kann nun den Einbau ordentlich planen und dann einbauen. Ja, ein bisschen Sorgfalt bei der Turbinenfliegerei sollte man schon walten lassen. Sonst macht die Sache kein Spaß.

Für das Modell habe ich Andreas am Wochenende die passenden Elektroeinziehfahrwerke hergestellt. Für die Hauptfahrwerke verwenden wir gerade montierte Schleppgabeln mit 2 Federn, diese sind, wie beim Original als einseitige Radgabeln ausgeführt. Das Modell wird sicherlich um die 8 Kilo bekommen. Da müssen die Fahrwerke was aushalten. Als Räder werden welche mit 70mm Durchmesser von Skylite verwendet. Diese Räder haben sich für die Jets super bewährt. Die bekommen keinen Plattfuß und sind einiges günstiger wie die Aluräder für Jets. Als Bugfahrwerk verwenden wir eines mit Grundwinkel. Diese Art erleichtert die Anlenkung vom lenkbaren Bugfahrwerk ungemein. Die komplette Einheit kann aus dem Rumpf geschraubt werden. Zum Montieren hat man dann alles in der Hand. Beim Jet sollte man darauf achten, dass man alles lösen und aus dem Rumpf nehmen kann. Auf dem Flugplatz ist ja öfters mal Schrauben angesagt.

10.02.2014 - Heute werden die gerade montierten Nachläufer in die T-33 eingebaut. Da für die seitlich angebrachten Federn kein Platz war, wurde bei den Beinen ein neuer Versuch vorgenommen. Das Schwenkgelenk wurde mit einem dickwandigen textilverstärktem Schlauch überzogen. Dazu musste ein Montagewerkzeug erstellt werden. Nach dem Einbau werden die elektrischen ezfw gleich mal einige Male ein- und ausgefahren. Haben wir gut gemacht und passt wie angegossen. Ob das Gelenk den Anforderung Stand hält wird sich beim Flugbetrieb weisen.

Für das Bugfahrwerk hat Andreas einen Schacht gebaut. Dies hat zum Vorteil, dass kein Schmutz in den Rumpf eindringt. Mit dem Grundwinkel kann die Mechanik kopfüber montiert werden. Die Anlenkung vom Bugfahrwerk erfolgt über eine Rudermaschine. Der CNC-Lenkhebel erlaubt den Schwenkvorgang. Im eingefahrenen Zustand kann die Lenkrudermaschine trotzdem angesteuert werden.

Nach dem Einbau haben wir das Modell gleich mal auf die Räder gestellt und die Länge vom Bugfahrwerk gemessen. Dieses bekommt eine Schleppgabel mit einer Feder und wird am nächsten Wochenende hergestellt.


Zurück zum Jahresbericht.

Gerhard Kenner  

..