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Flugbuch der Modellbaugruppe Radolfzell.

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26.10.2013 - Dieses Jahr haben wir uns, für unseren vereinsinternen Segelflugwettbewerb den letzten schönen Tag im Jahr ausgesucht. Vor 2 Wochen hatten wir schon einen Termin angesetzt. Diesen mussten wir wegen schlechtem Wetter verschieben. Der Termin wurde von Toni daher kurzfristig festgemacht. Die Wettervorhersage hat dieses Wochenende mal recht. Das Wetter passt. Alle Voraussetzungen für das gute Gelingen am heutigen Samstag sind also vorhanden. 2012 waren wir gerade mal 6 Teilnehmer. Dieses Jahr sind Jahr sind es doch schon 7 Wettbewerber. Bei insgesamt 6 Wertpreisen ist das doch für jeden immer noch eine gute Gelegenheit eine Preis zu erringen.

Doch schauen wir mal, wer die dieses Jahr die besten Flugleistungen erbringen kann und das notwendige Glück und auch Können dazu hat.

Wir treffen uns gegen 11 Uhr auf dem Modellflugplatz. Da Nebel und Sonne auch noch um die Vorherschafft kämpfen, verweilen wir uns mit den Vorbereitungen und ziehen schon mal das Mittagessen vor. Die Grillsaison ist vorbei. Es gibt kein eingelegtes Fleisch mehr und so werden eben Bratwürste auf den Grill aufgelegt. Dazu gibt es Brötchen, eingelegt Gurken, Peperoni und Getränke. Alles finanziert aus den Einnahmen aus dem Getränkeverkauf.

Gegen 14 Uhr gewinnt die Sonne die Überhand und es kann beginnen. Toni erklärt noch schnell die Spielregeln und die ersten Teilnehmer starten zum Probeflug. Dann beginnt auch schon die Zeitmessung beim Elektroflug. Mit dem Motor auf Höhe, nach eigenem Ermessen.  Mit dem Gleitflug beginnt die Zeitmessung. 3 Minuten bis zur Landung sollten erreicht werden, dann noch eine Punktladung im Kreis und schon hat man die höchstmögliche Punktzahl. Hört sich doch einfach an. Doch die Tücke steckt im Detail.

Im Frühjahr haben wir eine Winde mit Rückholvorrichtung angeschafft, zum Preis von 300 Euro. Da mussten wir natürlich zuschlagen. Dazu noch 2 neue Batterien. Bereit für den Einsatz - so wurde die Winde heute zum ersten Mal richtig gefordert. Um unsere Vereinskasse zu schonen wurden die Ausgaben zum größten Teil von Spenden bestritten. An dieser Stelle nochmal ein recht herzliches "Vergellt es Gott" an die zahlreichen Spender beim Kauf der Winde und den Spender der Batterien samt Transportmöglichkeit.

Noch ein paar Worte zu den Regeln. Wir fliegen 2 Disziplinen. Das Segelflugzeug mit der Winde auf Höhe gebracht. 3 Minuten Flugzeit sollten erreicht werden. Danach eine Punktlandung im Kreis. Damit ist die maximal mögliche Punktzahl erreicht. Liegt die Nase vom Modell außerhalb vom Kreis werden 2 Punkte pro Meter in Abzug gebracht. Das gleiche Vorgehen gilt mit dem Elektrosegler. Nach eigenem Ermessen wird das Modell auf Höhe gebracht. Nachdem der Motor abgestellt wird, gelten die gleichen Regeln.

Die einen kommen bei der Landung zu kurz. Die meisten jedoch schießen wortwörtlich über das Ziel hinaus. Der Boden ist noch nass vom Nebel. Da gleiten die Modell auch noch lange auf dem Boden. So geschehen bei Uli. Er ist bei der Landung noch so schnell, dass er sich am Bein trifft. Ja, das ist auch eine Möglichkeit die Strecke zum Messpunkt zu verkürzen.

Und So wird geflogen und gemessen. Mal kürzer, mal länger. Kein Problem. Das Maßband ist ja lange genug. 30 Meter, sprich 60 Punkte Abzug sind möglich. Die ganz schlauen nehmen die volle Punktzahl und drücken über dem Punkt voll Tiefenruder. Da muss man nicht mehr messen. Das Modell ist zwar danach hin. Aber das wichtigste ist wohl die volle Punktzahl. Leider müssen insgesamt 3 Durchgänge geflogen werden. Da sieht es dann schon schlecht aus.

Die Spezialisten der letzten Jahre haben die Landung voll im Griff, sollte man meinen. Doch das Modell rutscht auf dem noch nassen Gras und rutscht und rutscht...Ja Benni, da hilft dann nur "hoch das Bein". Sonst tut es weh und es gibt blaue Flecken am Schienbein.

Dann ist es wieder mal soweit. Alle 7 Kollegen haben 3 Durchgänge mit der Winde und dem Elektrosegler durchgeführt. Es ist Siegerehrung und alle freuen sich über die Gutscheine. Die Hauptpreise werden wieder verteilt unter den Besten. Der Wanderpokal hat Toni schon gar nicht mitgebracht. Wie wir sehen ist er ja wieder erster Sieger beider Durchgänge. Ja, da hat er wieder gut lachen. Über den nachfolgen Link könnt Ihr die Wertungsliste einsehen.

Wir hatten wieder richtig Spaß beim diesjährigen Segelflugwettbewerb. Das Wetter hat mitgespielt und am Abend sieht man viele glücklich Gesichter. Es war ein schöner Tag. Schade ist immer nur. Wir haben im Verein sicherlich nochmals ein Dutzend Kollegen, welche bei uns mitmachen könnten. Das hätte auch denjenigen Spaß bereitet. Vielleicht ja das nächste Mal!

03.09.2013 - Und wir dürfen wieder ein neues Mitglied der Turbinenfliegerei begrüßen. Nach einiger Bendenkzeit hat sich Alex die Sorglos - Komplettlösung aus unserem Flohmark unter den Nagel gerissen. Nachdem sich schon einige Interessenten, welche sich auf unserer HP tummeln, bei mir gemeldet haben ist der Falcon-120 doch bei uns im Verein geblieben. Schön so. Da lag mir auch Einiges dran. Deshalb habe ich den Jet auch von Marcus gekauft. Somit sind nun in unserem Verein mittlerweile 8 Turbinen.

Alex hat sich die letzten Tage gut eingelesen in die Technik der Strahlturbinen und kommt gut vorbereitet auf den Flugplatz. Anfangs hat er noch ein bisschen Respekt vor dem Erstflug mit dem Strahlantrieb. Doch so wie die Turbine gestartet wird, ist die Angst verflogen. Er ist ja ein erfahrener Modellpilot und so bereitet Ihm der Erstflug keinerlei Schwierigkeiten. Mit der P80 Turbine ist der Falcon ausreichend angetrieben und hebt nach der halben Startbahn ab. Mit Halbgas ist der Jet gut unterwegs. Nach einigen Minuten wird schon an den Landeanflug gedacht. Ich stehe ihm zur Seite und kann eingreifen, falls notwenig. Dies ist aber nicht nötig und meine Mithilfe beschränkt sich auf  die Worte "Gas raus und ziehen". Und schon wird der Erstflug durch eine butterweiche Landung beendet. Alex strahlt und einige anwesende Kollegen bekunden den Erstflug mit Applaus. An diesem Tag erfolgen noch mehrere Flüge von Alex. Einer wurde als Film festgehalten. Ich denke, am heutigen Tag wurde wieder ein weitere Kollege mit dem Jetvirus infiziert. Auf das noch weitere folgen!

31.08.2013 - Wir haben den letzten Tag vom August. Es ist nochmals schön warm und für Sonntag ist Regen angesagt. Wieder werden fertig gestellte Modelle eingeflogen. Toni startet heute seine Mig-15 via Katapultstart. Die sicherste Startart für solch ein Modell. Kaum ist der Flieger vom Gummi steigt die Mig im steilen Winkel nach oben. Der Impeller mit 4S-Lipo angetrieben leistet gute Dienste. Im Standgas ist eine Strömungsabriss kaum zu erzeugen. Mit anderen Worten gesagt, der Jet hat sehr gutmütige Flugeigenschaft. Sehr schnell sind die 4 Minuten Flugzeit rum und es ist schon an die Landung zu denken. Im flachen Winkel kommt die Mig herein und setzt nach einigem Aushungern auf der Piste auf. Dank der großen Bodenfreiheit gleitet der Vogel eine längere Stecke auf der Piste aus und kommt zum Stand. Dies war wieder ein erfolgreicher Erstflug. Die Akkus werden wieder geladen und noch einige Starts folgen an diesem Tag.

Nachdem ich 4 Abende mit Einstellen und Programmieren vom Hubi zugebracht habe erfolgen heute die ersten Hüpfer mit dem neuen Blade 500. Und die ersten Schwebeflüge klappen außerordentlich gut. Da kommt mir die Flugerfahrung mit dem Quadrocopter zu Gute. Nach ca.1 Minute Schweben beginne ich schon den Heli um die Hochachse zu drehen und erkunde das nahe gelegene Maisfeld im Rundflug. Die Pitschausschläge sind noch zu klein. Da muss ich die nächsten Tage nochmals nachbessern. Auch hier werden die Akkus mehrere Male, mit Hilfe unserer Solaranlage nachgeladen und wieder leer geflogen. Es war heute ein erfolgreicher Flugtag. Ich möchte mich an dieser Stelle ganz besonders bei Michael bedanken. Seine Erfahrung und Mithilfe beim Einstellen vom Hubi hat mir sehr geholfen. Ich selbst hätte wahrscheinlich noch einige Zeit daran gesessen bis alles funktioniert hätte. Zu allem Übel wäre mir dann das Lesen der  Gebrauchsanweisung nicht erspart geblieben.

20.07.2013 - und wieder steht ein Erstflug an. Nachdem ich nun den 3. Anlauf benötigt habe, ist es nun endlich soweit. Immer wieder gab es technische Probleme. Beim ersten Mal wollte die Turbine noch nicht. Beim zweiten Anlauf klappte es mit der Flächenverschraubung nicht und es hat eine Radachse blockiert. Da fehlte doch etwas Schmiermittel. Heute sind nun alle Voraussetzungen vorhanden, aber es sind wieder mal keine Kollegen auf dem Platz. Wahrscheinlich ist das Wetter wieder mal zu gut. So warte ich an die 3 Stunden, dann rufe ich Stefan an. Er ist fertig mit dem Füttern der Kühe. Dann kann er den Flugleiter übernehmen und es erfolgt der Erstflug. Das Kangaroo rollt mit Vollgas bis an das Ende der Piste und hebt mit Anschlag Höhenruder ab. Soll es da schon wieder Probleme mit dem Schwerpunkt geben? Nach etwas Höhenrudertrimmung lässt sich der Jet jedoch gut steuern. Das ezfw wird eingefahren. Jetzt geht das Teil noch besser. Gleich werden die Landeklappen getestet und ca. 30 Grad ausgefahren. Der Jet hebt die Nase, lässt sich aber noch angenehm steuern. Jetzt wollen wir mal sehen, wie schnell der Jet geht. Da wird mir doch ein bisschen anders und schnell geht uns da der Platz aus. Also geht es senkrecht in den Himmel und mit einer halben Rolle in den Normalflug. Dann wieder Halbgas und so funktioniert es recht gut auch in Bodenähe. Noch ein Looping, einige Rollen dann ist schon wieder langsam an die Landung zu denken. Für ein Delta mit Vorflügel ist der Vogel recht wendig. Dabei habe ich die Vektorsteuerung für den Erstflug deaktiviert. Nach ca. 5 Minuten wird das Fahrwerk ausgefahren und beim Vorbeiflug noch die Klappen gesetzt. Schön langsam, bemerkt Stefan. Dann wird eingedreht zum Landeanflug,. mit etwas Schleppgas wird die Höhe gehalten. Über der Piste wird das Gas herausgenommen und sanft aufgesetzt. Erleichterung nach dem Erstflug und Glückgefühle kommen auf. Das war es, was ich sehen wollte, leider ohne viele Zeugen. Muss mal Stefan ansprechen. Ich glaube, er hat den Erstflug mit dem Handy gefilmt.
14.07.2013 - Die erste Woche von meinen Jahresurlaub ist vorbei. Bei schönstem Wetter haben Michael und ich bis in die Abendstunden hinein auf dem Modellflugplatz zugebracht. Nun ist es Wochenende und mal richtig was los. Außer Toni und mir hatten noch einige Kollegen die Idee Ihre neuen Modelle einzufliegen. Kevin seine neue Zlin 50, Roland seine Ryan und Bernd seinen Solius. So geht es heute Schlag auf Schlag und immer wieder ertönt Applaus nach dem gelungenen Erstflug mit Landung.
Nachdem Toni und ich nun viele Wochen in den Bauräumen mit dem Bau der Horten XV zugebracht haben lassen wir es recht ruhig angehen mit dem Erstflug. Auf dem Flugplatz angekommen habe ich den Akku auf dem Bautisch liegen gelassen. Nicht so schlimm. Wir haben ja alle Zeit. Fahren wir eben nochmals in die Bauräume. Wieder angekommen und endlich auch alles vorhanden, kann ich die Horten zusammenbauen. Auf die Frage hin, wer wagt den Erstflug: stelle ich mich gerne zur Verfügung. Ich bin ja gespannt, wie der Nuri fliegt und so was, wie "Angst vor dem Erstflug" kenne ich nicht. Ich sitze ja nicht im Flieger drin. Außerdem sind einige Fotos geschossen worden. Also kann ja gar nicht passieren.

Die Schleppmaschine von Toni ist bereit, die Horten ist an das Schleppseil angehängt. Ohne etwaiges Angstblei oder angestellt Ruder rollt die Horten ca. 5 Meter und hebt dann ab. Schnurgerade geht es in die Höhe, der Schleppmaschine hinterher. Wo will der Flieger auch anderswo hin. Es wird ja auch erst nach dem Ausklinken spannend! Und wieder muss ich Euch enttäuschen. Frei vom Schleppseil und das Bugfahrwerk eingefahren fliegt der Nurflügel, ohne zu Trimmen genau dahin, wo man steuert. Entgegen einiger Prognosen, dass die Seitenbremsruder keine Wirkung zeigen, kann man mit diesen schon bei kleinsten Ausschlägen die Kurve mit dem Seitenruder einleiten. Bei Vollausschlag kann damit auch um die Ecke geflogen werden. Am Hangaufwind werden einige Kreise gedreht, danach noch ein schöner Überflug für den Fotografen. Beim Landeanflug gibt es nochmals Bodenthermik. Also noch einige Kreise drehen, ohne Höhe abzubauen.  Die Höhe passt und es geht zum Landeanflug. Leider bin ich etwas zu tief, denke ich, doch es ist etwas Rückenwind und man kann den Gleitwinkel, durch ziehen ewig in die Länge strecken. So reicht es doch fast bis zur Landebahn. Wenn da nicht einige Grashalme den einen Flügel abgebremst hätten. So schlägt die Horten ein Rad und die Flachbandsteckung bewährt sich. Die Nylonschraube ist ab. Sonst ist aber nicht passiert. So muss es sein.

Nun will es Toni auch wissen. Nachdem meine Piper endlich mal läuft, geht es in gleicher Art in die Höhe. Fast schon selbstverständlich fliegt auch seine Horten auf Anhieb. Auf Zuruf testet er die Wirkung der Bremsklappen. Das Modell senkt etwas die Nase, kann aber gut mit dem Höhenruder abgefangen werden. Klasse, auch das passt. Die Schleppmaschinen ist gelandet und ich habe Zeit den Gleitflug zu genießen. Wir werden mit einem tollen Flugbild belohnt, so auch die Meinung einiger Anwesender. Der Landeanflug reicht leider nicht bis zur Piste. Sicherheitshalber wird das Modell im hohen Gras abgesetzt. Auch diese Landung erntet den Applaus der Kollegen. Für heute reicht es mit Erstflügen. Viel Neues gab es heute zu sehen. Das war wieder mal einer der schönen Momente auf unserem Modellflugplatz an den wir uns gerne erinnern. Deshalb dieser recht ausführliche Aufschrieb.

16.06.2013 - Und dieses Wochenende ist schon ein bisschen mehr los auf unserem Modellflugplatz. Auch werden die ersten neuen Modelle eingeflogen. Achim startet heute zum Erstflug von seinem "Phönix Diamond", Alias "Paprika". Nachdem es ein bisschen Schwerpunktprobleme gab und  längere Zeit mit der neuen Fernsteuerung programmiert wurde klappt es nun endlich! Der erste Start ist erfolgreich und die Landung erfolgt ohne Bruch. Das liegt sicherlich daran, dass wir vor dem Erststart einige Fotos geschossen haben. Dann wird der Flieger steinalt, sagt man doch.

Auch Michael hat heute eine neue Kreation dabei. Nachdem er das letzte Mal mit dem Heli ein bisschen Pech hatte wurden kurzerhand aus den übrigen Teilen eine neue Eigenkonstruktion zusammen gebaut. Dieses mal nicht mit 12S Lipo, sondern nur mit 6S. Dazu größere Haupt- und Heckrotorblätter Das Ergebnis ist ein ruhig fliegender Hubi mit tollen Flugeigenschaften. Dabei noch mit geringen Stromverbrauch. Nachteil - jetzt muss er sich beim Abbremsen von Hauptrotor eben wieder ein bisschen lang machen. Doch das nimmt er gerne in Kauf, denke ich.

08.06.2013 - Wir haben nach der langen Regenzeit wieder mal schönes Wetter. Man sollte doch nun meinen, dass es mal wieder richtig rund geht auf unserem Modellflugplatz. Doch heute haben gerade mal 5 Piloten auf dem Modellflugplatz gefunden. Hallo Kollegen, schöner wird das Wetter nicht mehr! 

Mauri führt heute seine ersten Alleinflüge mit dem Calmato durch. Nach einigem Zureden, dass er das Modell selbst fliegen kann erfolgt der erste Start. Und wie vorhergesagt funktioniert das auch super. Nach den ersten Starts erfolgt noch eine tolle Landung. Na, besser können es die Kollegen doch auch nicht! Noch ein Tipp von mir. Vom Zuschauen, wenn andere deine Modelle fliegen, lernt man das Modellfliegen nicht.

Andreas wagt heute den Erstflug mit der Mig-15. Nachdem die Kabel verstaut sind wird der Schwerpunkt nochmals kontrolliert. Das Modell ist noch leicht kopflastig. Wir haben ja den Schwerpunkt nach der Erstflug von meiner Mig um 20mm nach hinten versetzt. Das sollte doch nun besser funktionieren. Die Akkus nochmals geladen, dann einige Rollversuche durchgeführt und schon erfolgt der erste Start. Mit gesetzten Klappen hebt das Modell nach der halben Piste ab und steigt im flachen Winkel in den Himmel. Das sieht doch recht gut aus. Ich verfolge leider den Erstflug durch den Sucher der Filmkamera. Nach etwas mehr als 4 Minuten höre ich Andreas Landung rufen, der Impeller geht aus und das Modell kommt im steilen Gleitwinkel herunter. Eine dumpfer Schlag beendet den ersten Flug. Schade, das musste nicht sein. Verständlich, dass Andreas nun sauer ist. Mir ging es auch nicht anders.

Ich habe heute einige tolle Flüge mit dem Free Willy. Nachdem ich die mittleren Ruder noch als Höhenruder zugemischt habe und die äußeren Ruder etwas angestellt habe fliegt der Nuri nun recht schön. Der Schwerpunkt wurde noch etwas optimiert. Dann bin ich zufrieden. Leider ist der der Regler mit 45 Ampere etwas zu schwach. Bei Vollgas stellt dieser immer ab. Da muss ich doch wohl noch kleiner Luftschrauben montieren. Vielleicht auch erst mal den Strom messen. Der Gleitwinkel ist gigantisch. Da muss wohl bei den Ruder etwas Butterfly zugemischt werden. Das geschieht die nächsten Tage.

14.04.2013 - Wir haben den ersten warmen Sonnentag in diesem Jahr. Nach langen Wintertagen kommen alle wieder aus Ihren Löchern gekrochen. Der Winterschlaf ist vorbei. Auch kommen neue Gesichter auf unseren Flugplatz. Toni unterstützt Maurizio beim Programmieren der Futaba Fernsteuerung. Achim mit Töchterchen testen den neu gekauften "Schaumgummiflieger". Da haben beide ihren Spaß daran. Michael ist heute mit "Nitro" unterwegs. Mit anderen Worten gesagt: es ist reger Flugbetrieb auf unserem Modellflugplätzle.

So wird heute das neu erworbene Schnäppchen getestet. Eine tolle Flühswinde mit Rückholvorrichtung. Mit dieser Winde können die richtig dicken Teile hochgezogen werden. Um die 10kg sollen damit möglich sein. Zu Beginn sind die Akkus leer. Mit einer geladenen Batterie funktioniert es dann umso besser. Nach einigen Anläufen wird der erste Segler hochgezogen. Sowie das Modell aufklinkt, ist nach ca. 10 Sekunden der Fallschirm wieder am Startplatz. Jetzt kann sich der Bauer freuen. Keiner zertrampelt nun mehr das Gras.

So, jetzt haben wir eine Winde um Segler um die 10kg hochzuziehen. Jetzt müssen wir die Großsegler nur noch bauen.

Alex fliegt heute erstmal sein Voll-GFK Hotliner. Passend zur Farbe vom Modell hat er heute extra ein grünes T-Shirt angezogen. Und dieses Modell ist so schnell, dass er heute vorerst nur Halbgas fliegt. Bei der hohen Geschwindigkeit muss man schon genau hinschauern um die Lage von diesem kleinen Modell zu erkennen. Aber Alex ist routiniert und meistert die Erstflüge wie ein alter Hase.

Üblicherweise fliegt Michael seine Helis elektrisch. Doch gelegentliche zieht es ihn immer wieder zum Verbrenner. Doch bevor das funktioniert muss man eben ein bisschen schrauben. Doch läuft der Motor dann, gibt es dann für Michael nur noch ein Motto: gib dem Luder Puder, oder auf Dauer hilft nur Power, oder so ähnlich.

Ich fliege heute mal, ein über den Winter gebautes Modell ein. Wie soll es anders sein. Es ist wieder ein Nurflügel. Das Modell entstand mit einem Rippensatz vom Willy. Da dieser im Original doch ein bisschen anders ausschaut hat er von mir den Namen "free Willy" bekommen. Die Flügel wurden an meinen Eigenbaurumpf gesetzt und das Modell bekam, statt einem, gleich 2 Seitenleitwerke. Laut Baubeschreibung sollen die mittleren Ruder als Wölbklappen eingesetzt werden können. Beim Versuch dies zu testen, kam das Modell senkrecht herunter und ich konnte es kurz vor dem Aufschlag abfangen. Mit einem Strömungsabriss ist das Modell dann etwas hart im Acker aufgeschlagen. Glücklicherweise sind nur kleinere Beschädigungen entstanden. An den Flugeigenschaften muss ich noch ein bisschen feilen. Aber dazu sind wir Modellbauer ja da. Es kann nicht immer alles glatt gehen.

16.03.2013 - Unser Peter hat mich letztes Wochenende angerufen. "Es ist wieder mal Zeit um die Bäume auf unserem Modellflugplatz zu schneiden". Das war der Anlass für den diesjährigen Aufruf zum Arbeitseinsatz an unsere Kollegen der Modellbaugruppe Radolfzell. Als ich unten, bei strahlendem Sonnenschein angekommen bin, lag schon auf fast dem ganzen Platz das Schnittgut herum. Peter hat wieder Mal ohne unsere Erlaubnis fast die ganze Arbeit alleine erledigt. So ist er eben, unser Peter und uns bleibt nur noch die abgeschnittenen Äste einzusammeln und zur Feuerstellt zu tragen. Wir sind heute gut ein dutzend Kollegen, aber dies ist immer noch genug Arbeit für uns.
Pünktlich zur Mittagspause stärkten wir uns mit Würstchen vom Grill und mit Getränken. Diese Verpflegung bestreiten wir aus der Getränkekasse. Ja, wenn jeder seine 50 Cent (oder auch mehr) für die entnommenen Getränke bezahlt sind solche und auch andere Einsätze möglich.

Ein Anruf bei der Feuerwehr um die Feuerstelle zu melden und wir versuchten uns als Brandstifter. Trotz Bunsenbrenner, wollte zu Beginn das Feuer nicht  so richtig. Je mehr sich jedoch die Glut bildetet brannte es um so besser. Dabei bleibt immer noch genug Zeit für Fachgespräche. Gegen 16 Uhr war dann nur noch kleiner Haufen Asche über und unser Modellflugplatz erstrahlte wieder frisch geputzt und gestriegelt. Der Frühling kann kommen. Wir sind bereit für den Flugbetrieb.

Ein recht herzliches "Vergellt es Gott" für den heutigen Einsatz an all die Helfer. Das habt ihr gut gemacht. Ein ganz besonderes Dankeschön gilt natürlich unserem Peter. Das war heute kein Sondereinsatz von Ihm. So ist er das ganze Jahr über. Beim wöchentlichen Mähen, Hecken schneiden, Piste walzen, Geräte reparieren, Vorbereitungsraum pflastern, Erdarbeiten ausführen, und - und - und. Mit anderen Worten gesagt, einfach unbezahlbar.

27.01.2013 - Benjamin konnte es nicht erwarten gemeinsam mit seinem Kollegen den Erststart zu wagen. Auch wenn es dieses Wochenende nicht das beste Wetter ist, wird heute der neu gebaute Y-Not eingeflogen. Zuvor noch ein Bild für unsere HP, dann geht es ab in Lüfte. Um seiner Mail Glauben zu schenken hat er uns, zum Beweis eine Film mitgeliefert. Den rechten Platz halten wir frei für ein Y-Not Flugbild von seinem Kollegen. Der wird ja nun auch nicht allzu lange auf sich warten lassen.
 
 
 


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Gerhard Kenner