Mosquito Extra Flugplatzfest Vorbereitungen für Schröcken Ferienprogramm Schröcken    

Montagebericht "Mosquito" von Global-RC GmbH.

 

Ein unschlagbares Angebot in der FMT 3/2008. Ein "superleichter Alleskönner" als Set mit Brushless - Antrieb , Regler und Lipo zum Preis von 209,- Euro. Da kann man nichts falsch machen. Mit diesem Argument werden 3 Komplettangebote gleich bestellt. Der Rechnungsbetrag wird überwiesen. Wenige Tage später ist die Sendung bei uns. Wir legen los. Nachdem wir die mehrfach ausgeführte Verpackung entfernt haben überrascht uns ein solide verpacktes Modell. Jedes Bauteil ist sauber in Klarsichtfolie verpackt und formschlüssig mit Karton gegen Verrutschen gesichert. Alle Teile werden gesichtet. Der mitbestellte Propeller 12x6 ist leider etwas schwer und wird nicht verwendet. Stattdessen werden APC Elektropropeller 11x7 besorgt. Nach dem ersten Überblick ist soweit alles ok.
Es ist Donnerstag und Bernd studiert erst mal die  Baubeschreibung. Toni im Hintergrund, als erfahrener Hase legt gleich los. Sein Ziel - am Sonntag soll der Flieger in die Luft. Laut Wettervorhersage soll es am Wochenende ein Bombenwetter werden. Das zählt natürlich als Argument. Damit man am Flieger erst mal etwas sieht montiert Bernd vorab mal die Tragflächen. Der Elektromotor wird eingebaut.

Nacharbeit. Bei Bernd's Mosquito passt die Motorhaube und der Kabinendeckel nicht perfekt zusammen. Die Motorhaube lässt sich bei aufgesetztem Kabinendeckel nicht über den Rumpf schieben. Am vorderen Spant muss nachgeschliffen werden. Nach einiger Zeit passt dann der Deckel und die Motorhaube. Mit einer Kartonlehre wird die Motorhaube verbohrt und verschraubt. Da das Balsa sehr weich ist, muss es mit etwas Sekundenkleber getränkt werden. Dann halten auch die Schrauben.

Laut Baubeschreibung werden die Kabel der Rudermaschinen verlängert. Ich verwende für das Modell die neuen Dymond DS-62MG. Diese sind superleicht und sehr flink. Ich verspreche mir hierbei noch etwas weniger Abfluggewicht. Die Aussparungen sind etwas größer. Ein Stück 3mm Kieferleiste wird auf der einen Seite mit der Rudermaschine verschraubt. Danach mit etwas Weissleim in die Öffnung geklebt und an der 2. Seite festgeschraubt. Für die Ruderhörner sind im Querruder Abachifüllstücke eingeklebt. In diese werden nach einer Lehre 2 Bohrungen mit 1,5mm gesetzt. Mit einem Tropfen Sekundenkleber werden die Ruderhörner hineingedrückt und halten dann bombenfest.

Nacharbeit. Die Schlitze für die Scharniere sind an der rechten Tragfläche leider mit 1 mm Versatz angebracht. Neue Schlitze werden geschnitten. Das eine Querruder hat sich beim Bespannen mit Folie leider etwas verzogen. Die Folie muss nachgebügelt werden. Bei Toni's Modell war in dieser Beziehung alles ok. Scheinbar gibt es bei diesem Modell Fertigungstoleranzen ...

Die Scharniere werden in den Flügel mit 5-Minuten-Epoxy eingeklebt. Nach kurzer Trockenzeit werden dann die Querruder eingeklebt und die beiliegenden Beschlagsätze montiert. Toni hat alle seine Fliesscharniere mit dünnflüssigem Sekundenkleber fixiert. In gleicher Art und Weise, wie schon bei den Querrudermaschinen werden die Servoanschlusskabel für den Rumpf verlängert und die Rudermaschinen montiert.
Die Höhen- und Seitenleitwerksteile werden nachgebügelt, die Scharniere mit Epoy eingeklebt. Vor dem Verkleben vom Leitwerk wird alles zuerst mal zusammen gesteckt und von vorne geschaut ob die Flucht stimmt. Wenn alles gerade ist, wird das Höhenruder eingeklebt. Dies geschieht wieder mit 5 - Minuten - Epoxy. Die Mitte wird mit dem Maßstab vermessen. Eine Schnur wird mittig am Motorspant angebracht. Laut Baubeschreibung wird rechts und links zum Höhenruder hin gemessen. So ist sichergestellt, dass das Modell beim Höhenruderausschlag gerade aus fliegt.

Das Seitenleitwerk wird eingesetzt, verklebt und hierbei gleich das lenkbare Heckfahrwerk montiert. Hierbei die Mitnahmebohrung der Anlenkung etwas mit Sekundenkleber sichern. Dann kann das Hauptfahrwerk an den Rumpf angeschraubt und die Anlenkungen für Höhen- und Seitenleitwerk montiert werden. Die Tragflächen werden aufgesteckt und mit den beiliegenden Schrauben gesichert. Meine Motorhaube passt auf Anhieb. So montiert sieht die Mosquito schon recht fertig aus. Doch einige Kleinigkeiten sind noch zu tun. Doch dies geschieht am nächsten Tag.

Heute sind Bernd und ich anwesend. Der Motor wird mit 4 Schrauben montiert. Hierbei müssen zurerst 2 Bohrungen nachgefeilt werden. Die Lufteinlässe aus ABS werden mit Sekundenkleber angeklebt. Der Regler wird kurzerhand in der abgebildeten Art mit Kabelbinder gesichert und der Empfänger mit Klettband installiert. Der Akku kann vorne am Motorspant quer mit dem beiliegenden Klettband montiert werden. So platziert, stimmt dann auch bei mir der Schwerpunkt.

Zum verbohren der Motorhaube wird kurzerhand eine kleine Bohrlehre aus Sperrholz vorbereitet und mit Klebeband am Rumpf beidseitig angeklebt. Die Motorhaube wird montiert, ausgerichtet und mit 2mm verbohrt. Nachdem die Motorhaube zusammen mit der Propelleraufnahme ausgerichtet ist, kann nach den Bohrlehren die Bohrung gebohrt werden. Die Motorhaube wird auf 3mm aufgebohrt, die Bohrungen am Rumpf etwas mit Sekundenkleber getränkt und die Motorhaube verschraubt. Als Haupträder verwende ich lieber die etwas breiteren Leichträder mit 60mm Durchmesser. Diese sinken auf unserer Graspiste doch nicht so tief ein. Bei der Katana hat sich diese Größe schon viele Starts und Landungen bewährt. Die Radschuhe passen dann leider nicht mehr über die Räder. Doch dies nehme ich dann gerne in Kauf.

Nacharbeit. Leider passt der beiliegende Mitnehmer für den Propeller nicht. Dieser ist zwar super ausgeführt, jedoch findet der für unsere Art der Motorbefestigung leider keinen Einsatz. Wir haben uns die Spannzangenaufnehmer von Aeronaut beschafft. Eine kleine selbst gedrehte Alu - Distanzscheibe mit 4mm Stärke muss noch verwendet werden. Dann passt auch der mitgelieferte Spinner. Aus den Flugerfahrungen der ersten Maschine von Toni heraus, haben wir noch APC - Elektro - Luftschrauben mit der Größe 12 x 6 beschafft. Mit diesem Propeller müssten die Flugleistungen im Steigflug, bzw. Schwebeflug noch besser werden.

Somit sind auch unsere 2 Mosquito fertig für den Erstflug. Leider meldet uns der Wetterbericht für dieses Wochenende keine guten Wetteraussichten. Dann beginnen wir eben unser neues Bauprojekt...

Liebe Grüße von der Modellbaugruppe Radolfzell - Euer Gerhard Kenner.

Flugerprobungen"Mosquito" von Global-RC GmbH.

Mittlerweile ist auch meine Mosquito geflogen. Da ich schon mehrere Jahre Modellflug betreibe ist der erste Start kein Hexenwerk. Auf die Startbahn gerollt, Rudercheck, etwas Gas und nach 5 Meter Rollstrecke etwas am Höhenruder gezogen. Das Modell ist in der Luft. Bis auf das Höhenruder sind alle Ruderfunktionen normal. Gegen den Wind und leider auch gegen die Flugplatzregel wird gelandet. Nun wird erst mal Expo auf das Höhenruder programmiert. Nach dem 2. Start ist die Reaktion auf das Höhenruder schon viel angenehmer. Der Sender wird meinem Sohn übergeben. Nun finde ich Zeit, das Flugbild zu genießen. Gleich versucht er sich mit gerissenen Rollen, Loops und Messerflug. Das funktioniert alles, solange das Modell genug Geschwindigkeit hat. Langsam geflogen wird der Mosquito leicht unruhig und verlang kräftig Ruderkorrekturen. Nach ca. 10 Minuten ist der Lipo leer und Dominik landet den Flieger wie ein alter Hase. Ja Modelle landen das kann er. Beim 3. Flug bin wieder ich dran. Mit Vollgas im Geradeausflug gibt es in der Luft einen lauten Knall und Einzelteile der Kabinenhaube rieseln zu Boden. Nachdem das auch schon beim ersten Modell geschehen ist wird Ursachenforschung betrieben. Nach einigen Diskussionen ist die Erkenntnis klar. Durch die Lufteinlässe wird der Rumpf aufgeblasen und durch den Überdruck die Kabine abgesprengt.

Am 10.3.2008 bestelle ich per E-Mal die Ersatzhaube. Am 19.3 starte ich die 2. Mail und am 28.3.2008 rufe ich an. Die Haube ist nicht an Lager und muss bestellt werden. Da ist wohl die nächste Zeit nichts mit Mosquitofliegen. Jetzt habe auch ich verstanden: Fernost ist zwar kostengünstig, jedoch Ersatzteile sind eben auch lange unterwegs, wenn diese der Fachhandel nicht an Lager hat. Und das ist bei diesem Modell leider der Fall.

Meine Kollegen haben jedoch schon über zahlreichen Flüge entsprechenden Flugspaß. Toni hat, gegen die Blähungen schon Abhilfe geschaffen. Am Rumpfende wurden Öffnungen geschaffen und ein Steg eingeklebt. Er testet heute eine kleine Kamera, welche er mit Doppelklebeband unter den Rumpf klebt. Mal schauen, was bei dem wilden Kunstflug als Film herauskommt.

Auch Bernd hat schon einige Flüge hinter sich. Für Ihn ist der Flieger das erste schnellere 3-Achsmodell. In der Luft geht das schon recht gut. Zwar sieht alles etwas eckig und unruhig aus, bedingt durch die heftigen Ruderbewegungen. Bei der Landung atmet er erleichtert auf. Noch einige Übung beim Start und der Landung. Dann wird das auch klappen. Da bin ich mir sicher. Ein Anfängermodell ist der Mosquito eben nicht gerade! Übrigens, er hat seine Kabine mit zusätzlichen Gummiringen gesichert.

Hier sieht man nochmals die Öffnungen an der Rumpfunterseite aus der Nähe. Ohne diesen Druckausgleich sollt man es gar nicht erst versuchen. Auch im Sommer dient diese Öffnung als Ablass für die Warmluft im Rumpf.


Mosquito Extra Flugplatzfest Vorbereitungen für Schröcken Ferienprogramm Schröcken    

Gerhard Kenner

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