Mosquito Extra Flugplatzfest Vorbereitungen für Schröcken Ferienprogramm Schröcken    

Testbericht "Extra" von Lembeck Modellbau
und "Extra 230 XL" von Staufenbiel.

Seit meiner Jugendzeit habe ich so manches Modell nach Bauplan gebaut. Da reichte die Winterzeit aus um ein, bzw. maximal 2 Modelle fertig zu stellen. Alle Teile mussten von Hand erstellt und zusammengefügt werden. So waren mehrere Wochen nötig, um einen flugfähigen Flieger zu bekommen.

Heute zu ARF´s - Zeiten können in dieser Zeit gar 1, 2 oder auch 3 Modelle gebaut, bzw. montiert werden. Da diese Modelle, bedingt durch die kostengünstige Produktion in Niedriglohnländer hergestellt werden, wird unser Geldbeutel nur geringfügig belastet. Durch das reichhaltige Angebot ist es allerdings schwierig die richtige Wahl zu treffen.

Durch ein Inserat in der Modellzeitschrift stießen wir auf die Firma Modellbau Lembeck. Mein Sohn hat mich dann gleich auf die Internetseite hingewiesen. Kurz danach folgte die erste Bestellung der LM - Extra mit 2,32 Meter Spannweite. Diese war gedacht als Weihnachtsgeschenk. Bei der Durchsicht vom gelieferten Modell war ich von der Qualität überrascht. Es folgte kurzerhand eine weitere Bestellung der LM - Extra mit 2,60 Meter Spannweite. Diese legte ich mir unter den Weihnachtsbaum.

Um einen Überblick über den Montageaufwand zu bekommen sind die notwendigen Stunden immer fortgeschrieben und in Fettschrift hinterlegt.

Die ersten 2 Stunden. Übersichtlich verpackt im Karton, jedes Einzelteil wiederum eingepackt in Klarsichtfolie. So kommt die Lembeck - Extra wohl behalten beim Kunden an. Die Tragflächen geschützt durch die exklusiven Tragflächentaschen, werden als Unterlage auf dem Baubrett verwendet. Die sauber gebauten Tragflächen, überzogen mit Oracover werden so vor Beschädigungen geschützt. Und los geht es mit der Montage der Extra. Die Stiftscharniere werden leicht mit Schmirgel angeraut und mit Uhu Plus Endfest 300 in den Flügel eingeklebt. Damit die Scharniere nicht verdreht im Flügel eingeklebt sind werden diese schräg nach unten gestellt. Mit einem Lineal wird geprüft, ob der Mittelpunkt vom Scharnier in einer Flucht liegt. So wird es in der gut verständlichen Bauanleitung beschrieben. Das Querruder wird am nächsten Bauabend angeklebt.

Entgegen den Empfehlungen der Baubeschreibung, verlängere ich die Rudermaschinen mit verdrilltem Kabel. Jeder Steckkontakt ist Fehlerquelle. An den Lötstellen verwende ich einen durchsichtigen Schrumpfschlauch, um auch mal zu einem späteren Zeitpunkt die Lötstellen im Auge zu behalten. Für dieses Modell verwende ich die Dymond DS 9500 mit den, als Zubehör erhältlichen Alu - Ruderhebel. Diese Rudermaschinen von der Fa. Staufenbiel haben ein super Preis / Leistungsverhältnis und haben sich in unserem Verein in den letzten Jahren bewährt.

Nach 5 Stunden. Erst wollte ich Ruderhörner von Dupro verwenden. Diese setzte ich normalerweise bei Großmodellen ein. Die beiliegenden CNC -  gefrästen Ruderhebel erwecken jedoch mein Interesse. In der Baubeschreibung wird verwiesen, mit einem passenden Bohrer oder einem kleinen Fräser die Schlitze für die Ruderhörner zu fräsen. Dies scheint mir dann doch recht riskant und ich will die sehr schön gebauten Querruder nicht beschädigen. Ich fertige zuhause auf der Fräsmaschine erst mal eine kleine Fräslehre. Mit dieser sollten es dann sicherlich funktionieren. Da ich heute an dieser Stelle nicht weiterkomme wird erst mal das Fahrwerk ausgerichtet und am Rumpf verbohrt. Mit beiliegenden M4-Schrauben, nebst selbstsichernden Muttern wird das Fahrwerk dann verschraubt. Für das Heckfahrwerk ist im Rumpf ein Stück Hartholz eingelassen. Mit den beiliegenden Schrauben wird dieses verschraubt. So bestückt kann der Rumpf auf die Beine gestellt werden und ist somit geschützt vor Beschädigungen an der Unterseite. Aus Gewichtsgründen ist diese nur mit Folie überzogen.

Nach 8 Stunden. Mit der vorbereiteten Fräslehre und mit der Proxon werden nun mit einem 1,5 mm Bohrer, welcher 17mm heraussteht die Schlitze hergestellt. Die Lehre ist mit Klebeband, gegen verrutschen gesichert. Zuerst wird gebohrt. Dann die Löcher, durch herausfräsen mit dem Bohrer verbunden. Die Ruderhörner sitzen so nah wie möglich am Drehpunkt. Leider sind die dafür vorgesehenen Sperrholzplatten etwas weiter hinten. Da die Querruder an dieser Stelle massiv sind halten aber die Ruderhörner bombenfest in den Schlitzen. Uhu Plus Endfest 300 wird angerührt und die Ruderhörner eingeklebt. Beim nächsten Termin können die Gewindestangen gerichtet werden.

Nach 10 Stunden. Die Höhenrudermaschinen passen genau in die dafür vorgesehen Aussparungen. Man könnte meinen, das Modell ist für die Dymond DS 9500 gemacht. Das Einfädeln des Kabels lässt sich mit einem gebogenen dünnen Draht recht einfach bewerkstelligen. Die Ruderhebel könnten etwas länger sein. Ansonsten wird die M3 - Gewindestange etwas abgebogen und somit der Klips etwas schräg angebracht. Die Scharniere werden heute abschließend in der Dämpfungsfläche eingeklebt und rechtwinklig ausgerichtet. Es ist Zeit nach Hause zu gehen.

Nach 13 Stunden. Heute werden die Schlitze für die großen Ruderhörner am Höhenruder gefräst. Laut Baubeschreibung werden diese empfohlen, wenn die Rudermaschinen in der Dämpfungsfläche montiert sind. Die kurzen Ruderhörner werden montiert, wenn die Rudermaschinen hinten im Rumpf vorgesehen sind. Diese Lösung verwende ich für das Seitenruder, wenn ich Probleme mit dem Schwerpunkt bekomme. Doch um dies beurteilen zu können, muss ich den Motor erst mal montiert haben.

Die erste Variante ist bei mir der Fall. Jetzt werden erst mal die Ruderhörner eingebaut. Das geschieht mit der vorbereiteten Fräslehre vorzüglich. Die Schlitze sind 25mm tief. Die Scharniere werden mit Uhu Plus eingeklebt und gleich am Drehpunkt mit einigen Tropfen Öl gegen Festkleben gesichert. Dann folgen die GFK - Ruderhörner. Kurze Zeit später liegt das heutige Ergebnis auf dem Tisch. Leider fehlen noch die Kugelgelenke. Diese muss ich erst im Modellbaugeschäft beschaffen.

Die M3 - Gewindestangen für die Querruderanlenkungen werden gekürzt und montiert. Mit dem Servotester werden die Ausschläge geprüft. Mit den verwendeten Ruderhebel sind dies leider keine 45 Grad. Aber 30 Grad sind auch ausreichend für die ersten Flüge. Größere Ruderhebel an der Rudermaschine  können immer noch montiert werden. Über das Wochenende schaue ich mich im Internet schon mal nach längeren Aluhebel um. Der Karton der kleineren Extra wir schon mal geöffnet. Nächsten Donnerstag beginnt Dominik seine kleinere Lembeck -  Extra. Unten in der Verpackung liegen die Tragflächen, geschützt in den Flächtaschen. Darauf der Rumpf und alle notwendigen Teile.

Nach 16 Stunden. Letzten Sonntag wurden bei Staufenbiel die Ruderhebel über den Shop bestellt. 4 Tage später kann ich diese montieren. Das Bohrbild der 50mm langen Ruderhebel passt genau auf die beiliegenden Ruderscheiben der verwendeten Rudermaschinen. Die Aluhebel werden unter die Ruderscheibe geschraubt und die Schrauben mit Locetite gesichert. Somit befindet sich der Hebel, nach der Montage wieder genau in der Mitte der Öffnung vom Höhenleitwerk. Diese muss nun noch ca. 5mm auf jeder Seite verlängert werden.

Nach dem Anlenken vom Ruder mittels M3 - Gewindestange und Kugelkopf können mit dem Servotester die Ausschläge kontrolliert werden. 50 Grad, laut Baubeschreibung sind erreicht. Die Höhenleitwerke sind somit fertig und werden in der Schutztasche verstaut.
 
Achim redet schon den ganzen Winter von seinem neuen Projekt, welches er selbst am CAD konstruiert und mit seiner CNC - Fräse mittlerweile gefräst hat. Der Flieger soll 3 Meter Spannweite bekommen und elektrisch betrieben werden. Heute stellt er den Baufortschritt von seinem Werk vor. Gemeinsam planen wir die Art und den Einbau der Einziehfahrwerke. Über Ostern werde ich mal einige ezfw - Mechaniken montieren, damit Achim mit dem Bau seiner "Arche Noah" fortfahren kann. Dieser Name ist gefallen, als Achim unsere Bauräume betreten hat.

Anhand der Rumpfform lässt sich doch schon recht gut erkennen um welches Modell es sich handelt. Na, wer kommt zuerst darauf?
 
Mit der vorbereiteten Fräslehre werden die Schlitze von beiden Seiten in das Seitenruder eingefräst. Hierbei sollte mit einem dünnen Federstahl die Flucht der Schlitze auf der 2. Seite kontrolliert werden, bevor diese gefräst werden. Die vormontierten GFK - Hebel werden nun, unter Zugabe von "Endfest 300" von einer Seite Stück für Stück hineingeschoben. Abschießend werden die Abdeckungen angeklebt. Alles wird mit Aceton gereinigt, vor allem die Finger.

Nach 19 Stunden. Um die Stellung der Hebel festzulegen wird mit dem Maßstab beidseitig zur Mitte gemessen. Das Seitenruder wird auf den Hebel aufgelegt und mit dem Anschlagwinkel die Mitte der Hinterkante kontrolliert. Ich denke, genauer geht es nicht. Die Stiftscharniere sind ja bereits in die Dämpfungsfläche eingeklebt und können nun mit dem Seitenruder verklebt werden. Achtung, nach dem Einkleben gleich einige Tropfen dünnes Öl an die Gelenke. Das hat sich, gegen Verkleben dieser bewährt.

Als nächstes gilt es die Lage der einzubauenden Komponenten zu ermitteln. Hierzu werden die fertigen Höhenruder montiert. Zur Verlängerung der Rudermaschinen vom Höhenruder habe ich bei Staufenbiel gleich Verlängerungskabel mit einem Meter Länge mitbestellt. Diese passen ebenso, wie bereits schon Vieles an diesem Modell. Bislang bin ich mehr als zufrieden. Dann beginnt der Einbau vom Motor. Laut Baubeschreibung orientiere ich mich an den vorbereiteten Markierungen am Motorspant. Die Aussparungen für den Heckvergaser werden herausgesägt. Immer wieder wird der Motor hingehalten. Leider fehlen mir noch die Befestigungsschrauben und Distanzbüchsen mit ca. 15mm. Diese muss ich erst in meiner Werkstatt vorbereiten. Es ist auch schon wieder 20 Uhr. Der Motoreneinbau wird auf nächstes Mal verschoben.

Nach 21 Stunden der Motoreneinbau. Warum kommen wir auf die Idee einen 116er MVVS zu verbauen. Laut der Baubeschreibung und den Empfehlungen von Lembeck ist ein 85er DA vorgesehen. Wir verwenden nun schon mehrere Jahre die Antriebe von MVVS. Angefangen von mehreren MVVS 26 in der Corsair, Laser und Spitfire bis hin zu 4 MVVS 58 in den Ultimate. Bislang hatten wir, bis auf einen Fresser in einer Ultimate nur gute Erfahrungen mit den Motoren gemacht. Dieser wurde auf Kulanz ersetzt. Wichtig beim Betrieb ist die Verwendung der vorgeschriebenen Ölmenge im Gemisch. Ein triftiger Grund ist auch das Preis / Leistungsverhältnis von Modellbau Vogt. Herr Vogt unterstützt uns schon mehrere Jahre bei der Jugendarbeit und da gilt dann eben auch das Motto. "Eine Hand wäscht die andere."

Der Motorspant wird ausgespart für den Heckvergaser vom MVVS 116. Die Bohrungen für die Befestigungsschrauben können gebohrt werden. Vor dem Einbau wird noch schnell der Hebel für die Chokeklappe umgedreht. Dabei springt mir eine kleine Kugel auf die Brille und verschwindet auf dem Boden im Dreck und Staub. Dies gibt Anlass den Fußboden endlich mal aufzuwischen. Nach einigen Minuten Kugelsuche im Kehrgut breche ich die Aktion ab. Zum Glück habe ich zuhause welche liegen. Zusammen mit den vorbereiteten Distanzen wird der Motor montiert. Bei der ersten Begutachtung vom Motor erschien mir dieser als richtig wuchtig. An das Modell angeschraubt bildet dieser eine Einheit mit dem Modell und geht eher unter.

Gleich wird die Motorhaube installiert. So wie es ausschaut, muss an der Haube nichts ausgespart werden. Sogar für die Kerzenstecker ist noch ca. 50mm auf jeder Seite vorhanden. Die Auspuffanlage muss angepasst werden. Mit dem habe ich allerdings gerechnet. Dies erledige ich über das Wochenende in meiner Werkstatt.

Heute beginnt Dominik mit seiner etwas kleineren Lembeck Extra. Die Baubeschreibung hat er zuhause liegen lassen. Daher werden meine Erfahrungen, beim Bau der größeren Extra herangezogen. Er verlängert die Rudermaschinenkabel der Querruder. Ich fräse parallel hierzu die Schlitze für die Ruderhebel in die Querruder. Danach werden die Scharniere in den Flügel und die Querruder mit Uhu Plus eingeklebt. Mit Klebeband werden die Ruder wieder gesichert....

Aber was will ich mich da wiederholen. Das alles habe ich ja schon mal beim größeren Modell erklärt. Ich denke, einige Bilder sagen mehr als viele Worte.

Nach 24 Stunden. Zuhause wurden die Teile für das Heckrad und die Hauptfahrwerke vorbereitet. Mit den im Bausatz mitgelieferten Teilen soll das Heckfahrwerk, wie links abgebildet montiert werden. Mittels beiliegenden Federn sollen die Hebel verbunden werden. Laut Baubeschreibung wird dies mit anderen Bauteilen erklärt. Hier ist sich der Hersteller wohl nicht ganz schlüssig. Ich montiere das Heckrad, wie rechts abgebildet. In eine M5-Schraube habe ich eine 3mm Bohrung angebracht. Im unteren Stellring ist eine 1mm Bohrung, in der ein Federstahl eingelötet ist. Im Seitenruder ist eine Öse eingeklebt. Es funktioniert auf dem Baubrett und sicherlich auch beim Flugbetrieb.

Bei der Radschuhen soll von innen die mitgelieferte Bundbüchse eingeklebt und dann außen bündig geschliffen werden. Da nach diesem Vorschlag kaum Auflagefläche und keinerlei Verdrehsicherung vorhanden ist drehe ich eine Unterlegscheibe mit 25mm Durchmesser und 3mm Stärke. Jetzt kann alles mit Uhu Plus im Paket verklebt werden. Später wird eine kleine Bohrung mit Gewinde als Verdrehsicherung angebracht. Das sollte halten.

Auch Alex kommt mit seiner Extra-230 XL von Staufenbiel weiter. Die Scharniere sind am Flügel und Höhenleitwerk einseitig eingeklebt. Das Seitenruder ist mittels vorbereiter spaltfreier Steckung angeschlagen. Beeindruckend bei diesem Modell ist der Vorfertigungsgrad. Alles scheint auf Anhieb zu passen. Auch das mitgeliefert Heckrad scheint zu überzeugen. Unschlagbar ist auch der Preis von 399.- Euro für ein ARF . Modell mit 2,41 Meter Spannweite.  Das Einzige, was auf den ersten Anblick nicht gefällt ist das Gewicht vom Rumpf. Dieser wurde nachträglich gefüllt und lackiert. Die Oberfläche ist zwar makellos, leider auch etwas spröde. Die Lackschicht kann abplatzen.

Nach 24 Stunden. Nachdem das Modell eher kopflastig ist, werden die Rudermaschinen für das Seitenruder in die vorgesehenen Öffnungen für das Höhenruder eingebaut. Längerer Ruderhebel müssen erst bestellt werden, damit ein größerer Ruderausschlag erzielt wird. Das Fahrwerk ist montiert und der  Einbau der Schalldämpfer steht als nächstes an. Dies geschieht am nächsten Abend. Hierzu muss ich noch die Flansche für die Auspuffkrümmer herstellen und einige Büchsen aus Polyamid drehen, zur Befestigung vom Auspuff. Auch ist es an der Zeit die Lipos zur Empfängerstromversorgung zu bestellen.

Nach 27 Stunden. Die Lagerung vom lenkbaren Heckfahrwerk wird nochmals geändert. Der Federstahl kann seitlich herausstehen und bildet somit eine  Verletzungsgefahr.  Mit dem Bowdenzugrohr ist der Draht geführt. Die neuen Distanzbüchsen aus Polyamid sind montiert. Diese haben nun mehr Auflagefläche wie das Rohr und können sich nicht mehr in das Holz eindrücken. Zwischen den Motordom wird ein Sperrholzbrett angepasst und mit Uhu Plus eingeklebt. Damit wird der Dom etwas verdrehsteifer. Darauf wird die Zündung und die Rudermaschine montiert. Die Anlenkung vom Gashebel erfolgt mit einem Kunststoffkugelclips, der Knacksimpulse wegen.
Bündig mit der Steckung wird ein Sperrholzbrett vorbereitet. An der Rückseite der Auspufftöpfe steht ein 12mm Rohr heraus. Dies bietet sich als Aufhängung an. Eine Öffnung für die Abluft wird später im Boden nach dieser Aufhängung vorgesehen. Die neu  gefrästen Flansche für die Auspuffkrümmer sind montiert. Jetzt fehlen nur noch die Alukrümmer selbst, um diese anzupassen und danach mit dem WIG - Schweißgerät fertig zu stellen.
Nach 29 Stunden. Der Motor wird wieder demontiert. Eine Auslassöffnung für den Auspuff wird an der Unterseite, nach der Steckung herausgeschnitten. 50 Gramm Epoxy wird angerührt und der komplette Innenraum vom Auspuff ausgestrichen. Nass in nass wird nun ein Stück Sperrholz nach der Steckung eingesetzt. Damit soll die warme Luft aus dem Innenraum ausgeleitet werden. Der Rest vom Harz wird mit Baumwollflocken und Thixotropiermittel eingedickt. Alle wichtigen Verklebungen im Rumpfraum werden nochmals verstärkt.

Nach 32 Stunden. Das Zubehör der Staufenbiel - Extra weis zu überzeugen. Für alle Ruderanlenkungen liegt passendes Zubehör dem Bausatz bei. Die Gewindestangen  sind mit dem M3 - Gewinde ausreichend dimensioniert.
Und Alex gibt Gas! Damit meine ich natürlich er montiert den Motor. Der Rumpf wurde auf dem Steckungsrohr vom Höhenruder auf Styroporunterlagen an die Wand gestellt. Der 3W-60 (Heinel) wird auf den Motordom aufgesetzt, die Mitte ausgemessen und die Bohrungen zur Befestigung gebohrt. Bis zum nächsten Termin darf ich Ihm Distanzen aus Polyamid und das passende Schraubenmaterial vorbereiten. Eine Liste liegt auf dem Tisch aus. Darauf notieren alle Beteiligten das fehlende Material, welches ich immer zum nächsten Termin besorge. Nur so geht es zügig voran. An der großen Extra ist der Motoreneinbau erledigt. Das Modell wird nochmals montiert, um den Einbau der Flugakkus und Empfänger zu prüfen. Mittlerweile hat der Vogel schon sein Gewicht. Zu nächsten Termin muss ich nebst Propeller noch die Federwaage mitbringen. So endet wieder ein Bauabend.

Nach 35 Stunden. Letztes Wochenende hatten wir unser Flugplatzfest und die Zeit für den Modellbau war etwas knapp. Doch heute sind wir wieder vollzählig in den Bauräumen. Die Befestigungsteile für den 3W habe ich in meiner Werkstatt vorbereitet. Alex montiert den Motor auf den Motordom und die Zündung im Inneren vom Dom. Yannick geht ihm dabei zur Hand und montiert die Ruderanlenkungen mit der M3 - Gewindestange. Bei meiner Extra stehen die letzten Arbeiten an. Der Empfänger ist mittlerweile eingebaut, die Stabantenne montiert und die Schleppantenne in einem Bowdenzugrohr im inneren des Rumpfes verlegt. Die Akkuhalterung für die 2 Lipos vom Empfänger ist hergestellt und gemäß dem richtigen Schwerpunkt in den Rumpf geklebt.

Zum Schwerpunkt. Hier habe ich 1 cm vor der Steckung eine 4mm Bohrung in die inneren Rumpfseitenteile gebohrt. Eine Gewindestange wurde durchgesteckt und mit Muttern gesichert. Mit montierten Flügel und Propeller kann man das Modell an der Stange aufhängen und die Komponenten entsprechend dem Schwerpunkt platzieren. Die Kabinenhaube samt Rahmen wird hierbei auf die Tragfläche gelegt. So kann alles an die richtige Stelle, ohne Gewichtszugabe installiert werden.

Abschließend werden heute die Bohrungen für die Befestigung der Motorhaube gebohrt. Hierzu greife ich zu einem schon oftmals beschriebenen Trick. Einige vorbereitet Sperrholzstückchen werden mit einer 3mm Bohrung versehen, mit der Schraube fixiert und mit Klebeband gesichert. Die Schrauben werden entfernt und die Haube montiert. Jetzt können die Bohrungen anhand der Sperrholzschablonen gebohrt werden. Das Ergebnis ist eine genau passend gebohrte Motorhaube. Unter die Schrauben kommen kleine O-Ringe, um diese vor dem Lösen durch Vibration zu hindern.

Nach 37 Stunden. Der 1-Liter Tank wird vorbereitet mit Filzpendel. Aus Pappelsperrholz wird eine Halterung für den Tank gebaut. Mit Klettband wird der Tank fixiert und gegen Verrutschen gesichert. Zum Betanken werden 2 Nippel an der Rumpfwand angebracht. Die Benzinschläuche werden angeschlossen. Der Schalter und der Zündakku wird montiert. Hierbei wird immer mal wieder der Schwerpunkt kontrolliert.

Nach 45 Stunden. Nun sind doch noch einige Tage vergangen um den Flieger fertig zu stellen. Man muss eben nebenbei auch manchmal arbeiten. Nachdem nun die Auspuffkrümmer mittlerweile geschweißt wurden, kann das Modell nun vollends fertig gestellt werden. Mit dem MVVS-116 bestückt bringt die Extra nun ein Gewicht 13,5 kg auf die Waage. Die 14 PS Leistung vom Motor sollten ausreichen. Der  Weatronic Dual-Receiver ist eingebaut. Alle längeren Kabel wurden mit Ringkerne entkoppelt. Alle Kabel sind mit Kabelbinder gesichert.

Die dünneren Kabel am Motor werden noch ummantelt und noch diverse Kleinarbeiten ausgeführt, bevor der erste Motorprobelauf von statten geht. Dies geschieht am Wochenende. Der 1 Litertank wird gefüllt. Mit geschlossener Chokeklappe und eingeschalteter Zündung ca. 5 x am Propeller gedreht und der Motor spring das erste Mal an. Der Choke wird wieder geöffnet,  weitere 3 mal drehen und der Motor läuft. Die Leistung vom Antrieb ist gigantisch. Man sollte den Flieger nicht nur am Höhenleitwerk festzuhalten. Dieses droht abzureißen. Nach ca. 5 Minuten wird der Motor wieder ausgeschaltet. Die 2 Schalldämpfer haben sich gelöst und verdreht. Außerdem wird es über dem Tank beängstigend warm. Hier muss noch Abhilfe geschaffen werden.

Heute wird nur noch der Reichweitetest durchgeführt. Dieser fällt wiederum erfreulich aus. Mit eingeschobener Senderantenne ist die Reichweite über 300 Meter, bevor das Modell in den eingerichteten Failsafe - Modus verfällt. Laut Weatronic sollte die Reichweit mindestens 100 Meter sein. In der Abendsonne werden noch einige Schnappschüsse für die Fotogalerie gemacht. Das Modell kommt danach nochmals auf den Bautisch.

Fertigstellung. Die große Extra ist flugfertig. Der Motor hat die ersten Probeläufe hinter sich. Kleinere Nacharbeiten sind durchgeführt. Nun wird Hand angelegt an den 2 kleineren Extras von Alex und Dominik. Wir wollen die Modelle zusammen einfliegen. Der Tank wird eingebaut und die Anschlüsse montiert. Für den Betankvorgang bzw. Überlauf habe ich hierzu Anschlüsse vorbereitet. Da wieder reger Betrieb in den Bauräumen ist bleiben ausgiebige Fachgespräche nicht aus. Alle Plätze sind belegt. Alex, Domink und Gerhard bauen an den Extras. Stefan baut eine Cap-20. Bernd, Thomas und Toni montieren schon mal die Paprika für Schröcken. Dann immer noch einige Besucher. Ja, seit wir die neuen Bauräume haben sind die Tische immer belegt. Und das ist recht so.

Für beide Flieger werden gleich die Diversity - Systeme von ACT montiert und die komplette Einheit mit Schwinggummis auf ein keines Sperrholzbrett geschraubt. ACT hat momentan eine Sonderaktion mit 2 DSL-8 / DSQ am Laufen. Da dieses Empfänger zuverlässig und preisgünstig sind mussten wir einfach zuschlagen. Die komplett montierte Einheit wird im Rumpf eingeklebt. Dies geschieht gleich bei beiden Modellen. Der Schalter für die Zündung wird in den Rumpf eingebaut und angeschlossen. Nun sind nur noch kleinere Arbeiten zu erledigen. Ein Ende ist in Sicht und die Modelle werden eingeflogen.
Mosquito Extra Flugplatzfest Vorbereitungen für Schröcken Ferienprogramm Schröcken    
Gerhard Kenner

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